Ein Abmahnwelle gegen tausende deutsche Internetnutzer

Copyright-Verletzung durch Streaming ???

Frauenakt

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Ein Abmahnwelle gegen tausende deutsche Internetnutzer, die Inhalte eines Porno-Portals gestreamt haben sollen, wird diskutiert. In einem Schreiben werden die angeblichen Porno-Konsumenten zu einer Zahlung von 250 Euro Bußgeld aufgefordert.

Der Versender der Abmahnungen ist kein Unbekannter. Die Anwaltskanzlei aus Regensburg heißt „Urmann + Collegen“ und sorgte bereits 2012 für Aufruhr: Die Kanzlei wünschte, dass die Namen und Adressen von zahlungsunwilligen angeblichen Porno-Raubkopierern im Internet veröffentlicht werden sollten. Das Landgericht Essen hat den Porno-Pranger allerdings für unzulässig erklärt.

Streamen als Abmahnungsgrund

Das Abmahnschreiben richtet sich an Nutzer des Porno-Portals Redtube, das ähnlich wie Youtube ein Streaming-Dienst ist. Das heißt, in diesem Fall wird nicht das Herunterladen von Videoclips angemahnt, sondern zum ersten Mal auch schon das Streamen.

Copyright-Verletzung durch Streaming

Der Kölner Rechtsanwalt Christian Solmecke, der wiederum auf die Abwehr von Abmahnforderungen spezialisiert ist, berichtet in seinem Blog von 22.000 Seitenbesuchen und mehr als 600 Rat suchenden Anrufern. Solmecke und auch die Kanzlei Weiß+Partner haben die Schreiben dokumentiert: Betroffener Rechteinhaber ist angeblich eine Firma namens „The Archive AG“. In der Mahnung heißt es dementsprechend: „Dieses Recht wurde durch das Streamen des betreffenden Werkes über Ihren Internetanschluss verletzt.“

Technisch und juristisch umstritten

Ein oft genanntes Gegenargument, das auch Rechtsanwalt Thomas Stadler bei Internet-Law anführt, ist die Tatsache, „dass der bloße Werkgenuss grundsätzlich keine Nutzungshandlung darstellt“. Allerdings werden die Daten beim Streaming im Cache zwischengespeichert – erst recht beim On-Demand-Streaming wie es bei Redtube der Fall ist. Stadler und auch Udo Vetter von Lawblog weisen aber auf einen Paragraf des Urheberrechts hin, der „vorübergehende Vervielfältigungshandlungen“ im Rahmen einer Netzübertragung ausdrücklich erlaubt.

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Quelle: wissen.dradio.de
 

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Über Karl-Heinz Hänel

Ich bin freier Reise- und Bild-Journalist, ein PR-Multiplikator, unterhalte meine Leser mit Product Placement und erzähle Geschichten in Wort und Bild, die ich selbst erlebt habe. Dafür bin ich redaktionell verantwortlich. Alle Angaben gemäß § 5 TMG finden Sie im Impressum und in meiner Vita
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