Luxemburgerli, für manchen die süßeste Verführung der Welt

für andere ist die Verwendung dieses geschützten Namens ein rotes Tuch,  insbesondere wenn ein Konditor, Pâtissier oder Chocolatier diese Bezeichnung für sein Produkt, in der Regel ein frei erlaubt zu nennendes Macaron verwendet.

Luxemburgerli Namur Luxemburg Stadt © Copyright by PANORAMO

Luxemburgerli in Luxemburg Stadt sollen eine Fälschung sein © Copyright by PANORAMO

Macarons, Luxemburgerli, Makronen, Médaillons meint eigentlich immer dieses Baiser, auch Spanischer Wind oder Meringue/Meringe genannt, ein einfaches Schaumgebäck aus gezuckertem Eischnee, Mandeln und noch individuellen Zutaten. Das Macaron ist also ein ursprünglich französisches Baisergebäck aus Mandelmehl, dessen tatsächliche Herkunft bis ins Mittelalter zurückreicht.

Das 1836 gegründete Schweizer Familienunternehmen Sprüngli hat sich den Begriff Luxemburgerli 1996 als Marke eingetragen lassen und damit geschützt. Richard Sprüngli war 2013 im Alter von 97 Jahren gestorben und galt zeit Lebens als der wahre Erfinder des Luxemburgerli.

Herkunft:
Die Luxemburgerli erfand der luxemburgische Konditor Camille Studer, der ein Rezept eines französischen Zuckerbäckers im Jahre 1957 ( Fußnote 1) mit nach Zürich brachte und es dort im Rahmen eines internen Wettbewerbes unter der Ägide von Richard Sprüngli verfeinerte. Das Gebäck hat sowohl äusserlich wie auch geschmacklich eine grosse Ähnlichkeit zu den in Paris seit Anfang des 20. Jahrhunderts bekannten Macarons aus dem Hause Ladurée. Da die Luxemburgerli je nach Luftfeuchtigkeit und Füllung ihre luftige Konsistenz schnell verlieren können, sollten sie rasch genossen werden. Quelle Wiki

Fußnote 1:
Die Bezeichnung Luxemburgerli geht auf den Spitznamen seines wahren Erfinders, einem Franzosen zurück, der von seinen Kollegen in der Pariser Confiserie Ladurée wegen seiner Herkunft Luxemburgerli genannt wurde. Der angeblich ursprünglich originale Name Baiser de Mousse (französisch: Schaumkuss) soll der Kundschaft jedoch leicht peinlich gewesen sein. Anstelle der Küsse bestellten sie fortan das Gebäck des Luxemburgers oder eben die Luxemburgerli
Laut Tagblatt der Stadt Zürich vom 20. Februar 2008 in den 1950er-Jahren ein Rezept seines Stammhauses, der Confiserie Namur in Luxemburg Stadt.

Warum die Franzosen am ergeizigsten sind

Sucht man im Web nach Luxemburgerli, so bietet Google über 65.000 Ergebnisse. Wollte Sprüngli allen diesen Hinweisen nachgehen, wäre dass sicher eine Lebensaufgabe, gleich einer Sisyphus-Aufgabe, also unendlich und nie zu ende zu bringen.

Macronen © Copyright by PANORAMO#02637

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Macarons sind ein luftiges Baisergebäck mit Cremefüllung und in Frankreich so bekannt wie Baguette und Croissant. Jährlich werden davon Millionen hergestellt, verkauft und vernascht … , allein in Paris 4 Millionen für 2 € das Stück.  Wer backt die besten?

Macronen © Copyright by PANORAMO#00689

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Als Luxemburgerli der Confiserie Sprüngli in Zürich gelten die Macarons in der Schweiz.

Als weiche Makronen, genauer Médaillons de Luxembourg, fertigen in Luxemburg die Confiseure Oberweis, Kaempff-Kohler und Namur diese Spezialität von höchster Güte.

Warum die Franzosen am ergeizigsten sind

Es gibt aber auch ein Problem mit den Luxemburgerli,  sie müssen relativ schnell gegessen werden, denn schon nach einem Tag werden sie bereits weich und verlieren ihre besondere Konsistenz: aussen knusprig  und innen noch sahnig.

Bitte beachten Sie auch meine Foto-Reportage über Luxemburg Stadt

Über Karl-Heinz Hänel

Ich bin freier Reise- und Bild-Journalist, ein PR-Multiplikator, unterhalte meine Leser mit Product Placement und erzähle Geschichten in Wort und Bild, die ich selbst erlebt habe. Dafür bin ich redaktionell verantwortlich. Alle Angaben gemäß § 5 TMG finden Sie im Impressum und in meiner Vita
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