Dein Klick wird immer mehr wert, aktuell 61 Cent …

Dennoch eine „Ernüchternde“ Flattr-Bilanz von „taz“.de:

„Button für Häme und Schadenfreude“

Im vergangenen März haben die Leser auf „taz.de“ den Flattr-Button 1.269 Mal geklickt und so 778,15 Euro für die Artikel gezahlt. Die Redaktion sieht damit einen Trend bestätigt: Ein Klick wird immer mehr wert (aktuell 61 Cent), während der Gesamtbeitrag immer weiter sinkt.

Kurz nach dem Flattr-Start auf „taz.de“ (kress.de berichtete) hatte im April 2011 ein Klick nur einen Netto-Wert von 30 Cent, aber weil die Leser 4.849-mal klickten, gab es für „taz.de“ netto knapp 1.500 Euro. Bis Oktober 2012 sank dieser Wert kontinuierlich bis auf 575 Euro. „Dann begannen wir die neue Kampagne taz-zahl-ich mit der nervigen Layer-Werbung, die sich über den ganzen Artikel schiebt und die man dann immer wieder wegklicken muss. Unsere Flattr-Einnahmen stiegen sprunghaft auf 1.150 Euro netto, um seither wieder langsam, aber kontinuierlich zu sinken“, schreibt Sebastian Heiser im „taz“-Hausblog.

Damit bestätigt sich erneut: taz-Leser honorieren nicht die Artikel am stärksten, bei denen der Rechercheaufwand am größten ist, wir besonders ausführlich über Hintergründe berichten oder über Themen aus Regionen berichten, über die sonst niemand berichtet.

„Je deftiger wir austeilen, desto klicker“

Das meiste Geld (62,63 Euro) gab es im März für den Artikel „Liebe Raubkopierer bei der SPD„. Heiser: „Unsere Leser honorieren nicht die Artikel am stärksten, bei denen der Rechercheaufwand am größten ist, wir besonders ausführlich über Hintergründe berichten oder über Themen aus Regionen berichten, über die sonst niemand berichtet. Unsere Leser klicken auf den Flattr-Button, wenn es im Artikel gegen die Lieblingsfeinde unserer Leser geht. Und je deftiger wir austeilen, desto klicker.“ Auch Artikel gegen den deutschen Volksmob, gegen die AfD und „natürlich“ gegen Uli Hoeneß kämen gut an. „Auf taz.de ist Flattr kein Button, mit dem unsere Leser den besten Journalismus unterstützen, sondern es ist ein Button für Häme und Schadenfreude“, so das augenzwinkernde Fazit der Redaktion … der ganze Artikel

Zitat-Quelle: kress.de

Autor dieser Kress-Report-Meldung: Marc Bartl

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Über Karl-Heinz Hänel

Ich bin freier Reise- und Bild-Journalist, ein PR-Multiplikator, unterhalte meine Leser mit Product Placement und erzähle Geschichten in Wort und Bild, die ich selbst erlebt habe. Dafür bin ich redaktionell verantwortlich. Alle Angaben gemäß § 5 TMG finden Sie im Impressum und in meiner Vita
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