Ich bin Kieler Sprotte

Ich muss Euch was über meine Geburtsstadt Kiel erzählen,    ich bin dort geboren und darum ein Kieler Junge, ein Kieler Woche Kind, ein Sonntagskind, weil an einem Sonntag geboren. In Kiel geborene nennt man Kieler Sprotte, nach dem keine 10 cm langen kleinen Räucherfisch, der früher massenhaft in der Ostsee gefischt wurde, im Nachbarhafen von Kiel, Eckenförde geräuchert wurde und dann von Kiel aus mit der Eisenbahn nach Hamburg-Altona transportiert wurde, daher der Name Kieler Sprotten. Natürlich gab es auch einige Kieler Räuchereien, die Sprotten räucherten, hauptsächlich jedoch war das die Tradition von Eckernförde. Früher aß man diese Kieler Sprotten mit Haut und in einem Stück. Man knickte zunächst den Kopf in einem Stück mit der Grete vom Rumpf ab, wobei der größte Teil der Innreien auch gleich vom Fischfleisch getrennt war und man nur noch den Schwanz zwischen den Fingern hielt.

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Die Zeitschrift mare No.54 text Tobias Zick, Foto Stefan Kröger mare 54 © Copyright by mare online

Mehr über Kieler Sprotten ist zu lesen im Heft mare 54 oder online bei mare-online

Alle paar Jahre ist zu meinem Geburtstag am 29. Juni das große Kieler Woche Feuerwerk. Heute bin ich wirklich stolz, ein Kieler zu sein. Doch das war nicht immer so.

Noch vor gar nicht langer Zeit war Kiel die Stadt der Marine, der Werften, der politischen Wirren um Uwe Barschel und Björn Engholm. Dann folgte die Zeit des Werftensterbens, die Marine wurde reduziert. Traditionelle Firmen wie Hagenuk, Miterfinder des Handy, oder ELAC, der einst weltführende Plattenspieler-Hersteller, Anschütz, der Kreiselkompass-Bauer, und Zeiss Ikon, der Kinovorführgeräte-Hersteller wurden von der Digitalisierung überrollt. Durch die EU-Regelungen gehörte das zollfreie Einkaufen auf den so genannten Butterdampfern mit dem dazu gehörigen Freizeitkult ganzer Rentner-Generationen der Vergangenheit an. Die Terminals der Ostseefähren wurden verlegt, was das  Altstadt-Sterben des Einzelhandels zur Folge hatte, die Kieler Straßenbahnen wurden eingestampft, sowie Deutschlands nördlichste Seilbahn über den Kieler Bootshafen abgerissen. Gleich nebenan machten nahmhafte Kaufhäuser zu und Kiel drohte in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Die Fehlentscheidungen von Stadt und Politik jener Jahre hatten ihre Wirkung gezeigt. Einzig und allein das alljährliche Seglerfest Kieler Woche war noch ein Lichtblick in der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein.

Doch dann setzte ein neuer Tourismus ein, Kreuzfahrtschiffe machten einen Zwischenstop in Kiel. Das neue maritime Flair von Kiel hat die Hafenstadt auch für Touristen und Tages-Ausflügler wieder attraktiv werden lassen.

Die Krönung eines jeden Jahres ist aber immer noch die Kieler Woche, das weltgrößte Seglertreffen findet in diesem Jahr vom 22. Juni bis zum 29. Juni statt. Was habe ich doch für ein Glück, ein Kieler zu sein … mehr zur: kieler-woche.de

alles über Kiel zeigt Euch: kiel-marketing.de

 

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Über Karl-Heinz Hänel

Ich bin freier Reise- und Bild-Journalist, redaktionell verantwortlich und erzähle gern Geschichten in Wort und Bild, die ich selbst erlebt habe, erstelle Erfahrungsberichte und betreibe hier Storytelling online. Meine Reisen publiziere ich als Fotoreportagen und Reisegeschichten, oft nach Einladung durch meine Medienpartner. Ich empfehle Hotels, Locations, Gastronomie-Betriebe, Reiseunternehmen, Reiseveranstalter, Filme, bespreche neue, ältere und sehr alte Bücher, Hörfunkbeiträge, Tourismus-Büros, Reise-Verbände und ja, ich publiziere Pressemeldungen ... profitieren auch Sie von meinen ganz persönlichen illustrierten Erfahrungen ... Nach dem Studium für Kommunikations-Design und anschließend mehrjähriger Mitarbeit bei der Kieler Rundschau, den TV-Sendern ARD und ZDF, sowie EUREKA TV, als auch bei namhaften internationalen Bildagenturen, wechselte ich als studierter Dipl.- Kommunikations-Designer und Landschafts-Fotograf im Jahr 1995 in den Reise-Journalismus, nachdem ich zunächst nach einer Standortsuche von dem mich bis heute faszinierenden Thema Toskana nicht mehr los kam. 2004 veröffentlichte "GEO-Saison für Genießer Toskana" eine Reportage über meine Spurensuche in der toskanischen Val d' Orcia, dem Tal unterhalb des heiligen Berges Monte Amiata. 2006 entwickelte ich mein Online-Reisemagazin speziell für Italien-Liebhaber und Genießer Paradies-Italien.de, 2008 folgte das überregionale Portal Liebhaberreisen.de, 2012 startete ich diesen Blog.Liebhaberreisen.de, seit 2013 blogge ich Foto-Reportagen in der HuffPost ehemals Huffington Post Deutschland Alle Angaben gemäß § 5 TMG finden Sie im Impressum
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