Hier empfehle ich die Toskana mal zum Chillen …

Toskana fürs Auge – die Magie der Val d’Orcia

Zypressenallee, La Foce, Val d Orcia, Toskana, Italien

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Malerische Natur ( die Fotos sind käuflich) versöhnt mit historischer Kultur.

Siena Toskana © Copyrights managed by Corbis Images Blog 42-17024063

Siena in der Toskana © Copyrights managed by Corbis Images: zum download-link auf das Foto klicken

Was den Reiz dieses ca. 50 km südlich von Siena gelegenen Naturparks Val d’Orcia

Monte Amiata Val d'Orcia Toskana Italien

Der Monte Amiata © Copyright by PANORAMO #9431147 günstig zu haben, schon ab € 3,- zum download-link einfach auf das Foto klicken

am Fuß des Monte Amiata ausmacht, sind seine Weite und der Himmel,

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Die südliche Toskana nahe der malerischen Weltkulturerbe- u. Ideal-Stadt des PiusII Pienza © Copyright by PANORAMO#26086215 günstig zu haben, schon ab € 3,- zum download-link einfach auf das Foto klicken

das stündlich wechselnde Schauspiel von Wolken und Licht, sowie die Schönheit der hügelreichen Äcker und Felder mit einzeln und in Gruppen stehenden Zypressen,

Toskana La Foce

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uns vertraut aus Film- und TV-Szenen.

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Herbst, der typische Morgennebel kurz nach dem Sonnenaufgang in der südlichToskana © Copyright by PANORAMO#9377756 günstig zu haben, schon ab € 3,- zum download-link einfach auf das Foto klicken

Dies spiegelt sich auch in den Bildern aus jener Gegend wider, die eine magische Wirkung auf uns ausüben.

In der Val d’Orcia finden sich zu jeder Jahreszeit tatsächlich viele der Fotomotive, die das schöne Klischee der Toskana mit geprägt haben.

Weinkeller, Barrique - Fässer, Gewölbe, Toskana, Italien

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Die Weine dieser Region zwischen Montalcino und Montopulchiano sind berühmt.

Bagni Vignoni  © Copyright by PANORAMO Bild lizensieren: briefe@panoramo.de

Bagni Vignoni © Copyright by PANORAMO Bild lizensieren: briefe@panoramo.de

Wasser, bekanntlich das Urelement des Lebens, fasziniert in seinen vielfältigen Erscheinungsformen die meisten Menschen und zieht sie magnetisch an.

Unabhängig von dem Bedürfnis nach körperlicher Reinigung, ist die Lust in das erfrischende Nass einzutauchen und sich darin zu bewegen und zu tummeln, bei Erwachsenen wie Kindern sehr groß. Vor allem wenn es sich um natürliche und erst recht, wenn es sich um warme Quellen handelt. Das wusste bereits Michel de Montaigne aus Frankreich, der 1577 wegen schlimmer Koliken nach Italien reise, quasi eine Bäderreise zu den warmen Quellen
Im schönen Val d’Orcia, ca. 50 km südlich von Siena am Fuße des Vulkankegels Monte Amiata, dem heiligen Berg der Toskana, fernab des Massentourismus, befindet sich das kleine Thermalbad Bagni San Filippo. Es gilt als das älteste natürliche, von Menschen genutzte Heilbad der Welt, das direkt aus einer heißen Quelle gespeist wird. Vermutlich badeten im Altertum hier schon die Etrusker und die Römer. Es ist überliefert, dass auch Lorenzo de’ Medici, der Prächtige, in der Renaissance an diesem Ort Heilung suchte.

Entdeckt und erstmalig schriftlich erwähnt wurde es 1271 von Filippo Benizi, einem Prior aus Florenz. Er zog das Leben in religiöser Einsiedelei den anstrengenden und herausfordernden Verpflichtungen eines Papstes vor und floh vor seiner Wahl zum kirchlichen Oberhaupt in das damals noch wilde und unzugängliche Tal, wo er sich in einer Grotte verbarg, die auch heute noch dort vorzufinden ist. Später wurde er heilig gesprochen und sowohl der Ort als auch die Kirche wurden nach ihm benannt.
Der Ort selber ist wirklich sehr klein, so klein, dass es nur eine Straße hindurch gibt, die zudem nur in eine Richtung zu befahren ist. Die wenigen Wohnhäuser gruppieren sich um das Kurhotel, neben dem das auch öffentlich zugängliche Thermalbad liegt und um die ebenfalls sehr kleine Kirche. Immerhin gibt es zwei Osterien, die eine vorzügliche einheimische Küche anbieten, und zwei typische kleine Kaufmannsläden, in denen die Dorfbewohner auch ihren Café trinken.
Wenn man sich dem kleinen Bergdorf nähert, kann man schon von Weitem den schwefeligen Geruch der natürlichen Heilquelle wahrnehmen, die aus den Tiefen des Vulkangesteins angenehm temperiert mit 25 Grad Celsius bis zu 52 Grad Celsius hervorsprudelt und sich als „Rio Bianco“ den Weg durch das stille Tal bahnt.
Unterhalb des im Ort einzigen kleinen Hotels Terme mit dem Charme der 70er befindet sich das kleine, einfache Thermalbad, das durch einen direkten Zulauf beständig mit dem heißen Wasser gespeist wird. Von Mai bis November kann man dort in ca. 38 Grad Celsius warmem Wasser herrlich schwimmen und relaxen. Eintritt für den ganzen Tag € 10,00 inklusive Liege Sonnenschirm, Umkleide, Duschen und WC. Mutige probieren die heiße Felsendusche aus, die mit 52 Grad Celsius schon etwas herausfordernd ist. Wer glaubt, in dem Schwimmbecken ausdauernd lange schwimmen zu können, wird schon nach 10 Minuten ermüdet auf der Stelle treiben. Viel gesünder ist es, sich ohne Anstrengungen im Wasser treiben zu lassen und die Wärme auf Gelenke und Knochen wirken zu lassen. Zwei Bademeister wachen darüber, dass niemand zu Schaden kommt.

Das milchig trübe Wasser ist nicht nur herrlich warm, sondern es enthält viele wertvolle Mineralien wie Schwefel, Sulfat, Kalzium(-carbonat) und Magnesium, die sich heilsam auf Gelenke, Knochen, Haut, Nasennebenhöhlen, Bronchien und Lungen auswirken. Diese besondere Zusammensetzung lässt auch die außergewöhnliche Farbe des Wassers entstehen, das an einen weiß und türkis schimmernden Opal erinnert. Der feine weiße Mineralschlick, der sich auf dem Boden absetzt, wird auch als natürlicher Fango für Körperpackungen, Gesichtsmasken oder für Peelings verwendet. Er reinigt die Haut und macht sie samtweich und zart. Die warmen Dämpfe werden für Inhalationen und Aerosoltherapien genutzt.
Wer länger dort verweilen möchte, findet im angrenzenden Kurhotel ein komfortables und stilvolles Ambiente, das alles für einen gelungenen Wohlfühlaufenthalt bietet. Seit ca. 60 Jahren werden dort diverse Massagen, Kosmetik und medizinische Anwendungen aus den natürlichen Ressourcen der Heilquelle angeboten.
Baden macht sehr hungrig oder wenigstens Appetit, dafür bietet der Ort zwei authentische kleine Osterien, von denen mindestens eine geöffnet haben sollte. Das schönste und beste von der Küche her, quasi Wand an Wand mit der kleinen Dorf-Kirche San Filippo ist das kleine Lo Spugnone ( frei übersetzt: das Schwämmchen ), wo die Gebrüder Matteo und Tiberio bedienen, während in der Küche meiustens die Mama Giuseppina hilft, kocht und das Sagen hat, erst recht die göttlichen traditionellen toskanischen Speisen daher zaubert:
In der via delle Terme 4 / 6 in BagniSan Filippo, Tel. +39 0577 872030, chiuso il martedi
Gleich gegenüber dem Terme Hotel betrieb bisher Maurizio das Il Ritrovo di San Filippo, hier gibt es eine große Auswahl typischer Weine und immer etwas für den kleinen Hunger, so die landestypischen Panini oder Bruschetta ( das sind die beliebten italienischen Antipasti, quasi das ursprüngliche Arme-Leute-Essen, aus Mittel- und Süditalien ) ist es noch existent?
Am schönsten jedoch ist es, durch den Wald im kleinen Tal entlang des Baches abwärts zum Fosso ( Bach )Bianco zu laufen. Wo auch immer das mineralienreiche Wasser der Quelle aus dem Felsen ausgetreten ist, haben sich im Laufe der Zeit grandiose weiße und ockerfarbene Kalksinterablagerungen gebildet. Es ist wirklich ein beeindruckendes Naturschauspiel, wenn man dem kleinen Pfad bergab folgt und sich plötzlich aus dem dunklen Wald ein riesiger, strahlend weißer Kalksinterabhang auftut, der aus dem Felsen herauszuquellen scheint. Die Einheimischen nennen ihn zu Recht Balena Bianca, weißer Wal. Denn in der Tat mutet seine Form wie der große Kopf eines Buckelwales an. Majestätisch und würdevoll in sich ruhend schaut er auf seine Besucher und regiert über das stille Tal. Früher, sicherlich auch schon zur Zeit der Römer und noch davor zur Zeit der Etrusker haben die Menschen ihn erklettert und direkt in seinen Gruben und Becken im heißen Wasser gelegen. Heute ist er als Naturdenkmal geschützt und die Badewilligen müssen mit dem schon etwas kühleren Wasser im weiter fliessenden Bach vorlieb nehmen.

Wildromantisch formt der Bachlauf zahlreiche Terrassen, in denen sich das Wasser zu natürlichen Badebecken aufstaut. Und hinter jeder Wegbiegung tut sich ein weiteres Becken auf, gänzlich verschieden von dem vorherigen. So reiht sich eines an das andere, von Felsen und grünem Buschwerk umgeben, solange, bis die urwüchsige Vegetation ein Begehen nicht mehr zulässt. Die kleinen, flachen Becken sind weißlich trüb und sehen aus wie mit verdünnter Milch gefüllt. Die breiteren und tieferen leuchten in einem feinen, pastelligen Türkis. Wasserfälle in allen Größen verbinden die Becken miteinander. Ihr fortwährendes, ruhiges Plätschern und Murmeln ist allgegenwärtig.
Es ist sehr beliebt, dort inmitten der idyllischen Natur in diese Becken einzutauchen oder sich unter einem Wasserfall den Rücken massieren zu lassen. Viele Besucher finden den Weg hierher. Auffallend ist die schon fast andächtige Ruhe an diesem verwunschenen Ort. Die Besucher respektieren einander, jeder sucht sich seine „Badewanne“, um ganz für sich im Einklang mit den Elementen der Natur, begleitet vom Vogelgezwitscher, die Badefreuden zu genießen, zu entspannen und sich mit besinnlicher Ruhe aufzutanken. Das ist wahres Retreat, ein Platz, der innere Einkehr und Kontemplation ermöglicht.
In der kühlen Jahreszeit zeigen die Quelle und das Thermalbad ihre mystische Seite, wenn durch den Temperaturunterschied bedingt Nebelschwaden über dem Wasser schweben und man sich dadurch in eine zauberhafte Märchen- oder Fantasiewelt versetzt fühlt. Das Tal von San Filippo ist wahrlich ein besonderer Ort, ein Meisterwerk der Natur, geschaffen von der Kraft der Erde und ihren Elementen. Diejenigen, die es für sich entdecken und sich seiner Energie öffnen können, werden reich beschenkt.
Anfahrt:
Den im Val d’Orcia gut ausgeschilderten Ort Bagni San Filippo erreicht man über die Cassia (Regionalstraße) SR 2 oder über die Autostrada A1 zwischen Florenz und Rom, von der Autobahn-Ausfahrt Chiusi-Chianciano Terme sind es noch 33 km.

Bagno Vignoni, nächste Station zum chillen…

Keine 20 km nördlich von Bagni San Filippo gibt es den wohl einzigartigen Ort mit einem rechteckigen Wasserbecken als Dorfplatz…

Bagno Vignoni ist in den frühen Vormittagsstunden, bevor die Busse mit den Reisegruppen eintreffen, einen Besuch wert. Ganz früh morgens und abends dampft es sogar aus dem Thermalbecken mit 51 Grad Celsius heißem Wasser aus der sich in der Nähe befinden Quelle, die ihren Ursprung im Vulkan Monte Amiata hat. In diesem winzigen Kurort mit seinen zwei historischen Hotels gingen schon die Etrusker und später Römer, sowie der im nahen Ort Pienza verweilende Pius II. ins heiße Nass. Das seit 1989 für das Publikum gesperrte Becken wurde zum 1983 Filmschauplatz für Nostalghia von Andrei Tarkovsky, dem Regiseur von den Filmen Solaris und Stalker . Aber auch dieser Ort bietet ein historisches Hotel, in dem man die heissen Quellen zum baden nutzen kann. Konnte man vor 10 Jahren noch in den Rinnsahlen quer durch den Ort barfuß durch das abfließende Thermalwasser laufen, findet man heutzutage lediglich die ausgetrockneten Rinnen im Boden. Als Ursache dafür darf man den Kauf der Quelle von einem Hotelier annehmen, der direkt auf die Hauptquelle ein Hotel bauen ließ. Das 5 Sterne Spa und Wellness Hotels Adler Thermae von Bagno Vignoni, über diesem Ort trohnend, mittelalterlich anmutend und einzig mit einem 50 x 30 Meter großen Thermalbecken als zentralem Platz, eine bereits von den Etruskern genutzte magischen Stätte. Dieser Ort im Herzen der südlichen Toskana, ist Ihnen vielleicht aus dem Film Nostalghia bekannt. Seit 2003 steht Ihnen nun die heilende Wirkung der über 40° C warmen Quelle in der dezenten Atmosphäre des 5 Sterne Spa und Wellness Hotels Adler Thermae zur privaten Verfügung. Die einzigartige Lage zwischen landschaftlichen High Lights der Naturparks Val d’Orcia, der Wiege des Brunello, sind nur 2 Vorzüge. Das vom warmen Quellwasser gespeiste Schwimmbecken liegt wie von einem Sichelmond von den Hotelzimmern, jedes mit eigener Terrasse eingerahmt über dem Ort und gibt den Blick auf das gegenüber liegende Dorf Rocca d‘ Orcia, dass an einem Berghang in die Felsen hinauf gebaut wurde.

Rocca d‘ Orcia, eher ein Ort für Fitness-Freunde

Denn in den malerischen Ort hinein geht es erst mal nur bergauf. Und auch dieser Ort diente schon als Filmhintergrund. Der aufstrebende Verlagsagent Jeremy aus London erhält von seinem Chef den Auftrag, nach Italien in die Toskana zu reisen und den dorthin exilierten und komplett vor der Welt untergetauchten Schriftsteller-Star Weldon Parish zum Verfassen eines neuen Bestsellers zu bewegen. Zunächst sind der Bilderbuch-Yuppie und der exzentrische Eigenbrötler einander gar nicht grün. Dann aber macht Jeremy die Bekanntschaft von Parishs schöner Tochter und entdeckt die Wonnen des Landlebens, während in Parish alter Ehrgeiz erwacht.
Zwischen Bagno Vignoni und Rocca d‘ Orcia liegt dieses malerische Dorf in der Südtoskana . Wer den Film sehen möchte, hier geht es zur DVD

Wer schon mal in dieser Gegend verweilt, sollte einen Ort auf keinen Fall versäumen

Pienza Unesco Weltkulturerbe seit 1996

Ein noch relativ vom Tourismus und in der Altstadt vom PKW-Verkehr verschontes Kleinod ist diese real existierende Idealstadt der Frührenaissance. Benannt nach Papst Pius II., zur Stadt erklärt am 13. August 1462, von ihm selbst, der hier im ursprünglichen Corsignano am 18. Oktober 1405 geboren wurde und dessen Taufkirche noch unterhalb der Stadtmauer zu besichtigen ist. Von der Stadtmauer haben Sie nach Süden einen einmaligen Panoramablick über das ganze Tal der Val d’Orcia, bis hin zum Monte Amiata. Weltbekannte Filme wie Der Englische Patient, Gladiator oder Unter der Sonne der Toskana, wurden hier gedreht …

Über Karl-Heinz Hänel

Ich bin freier Reise- und Bild-Journalist, redaktionell verantwortlich und erzähle gern Geschichten in Wort und Bild, die ich selbst erlebt habe, erstelle Erfahrungsberichte und betreibe hier Storytelling online. Meine Reisen publiziere ich als Fotoreportagen und Reisegeschichten, oft nach Einladung durch meine Medienpartner. Ich empfehle Hotels, Locations, Gastronomie-Betriebe, Reiseunternehmen, Reiseveranstalter, Filme, bespreche neue, ältere und sehr alte Bücher, Hörfunkbeiträge, Tourismus-Büros, Reise-Verbände und ja, ich publiziere Pressemeldungen ... profitieren auch Sie von meinen ganz persönlichen illustrierten Erfahrungen ... Nach dem Studium für Kommunikations-Design und anschließend mehrjähriger Mitarbeit bei der Kieler Rundschau, den TV-Sendern ARD und ZDF, sowie EUREKA TV, als auch bei namhaften internationalen Bildagenturen, wechselte ich als studierter Dipl.- Kommunikations-Designer und Landschafts-Fotograf im Jahr 1995 in den Reise-Journalismus, nachdem ich zunächst nach einer Standortsuche von dem mich bis heute faszinierenden Thema Toskana nicht mehr los kam. 2004 veröffentlichte "GEO-Saison für Genießer Toskana" eine Reportage über meine Spurensuche in der toskanischen Val d' Orcia, dem Tal unterhalb des heiligen Berges Monte Amiata. 2006 entwickelte ich mein Online-Reisemagazin speziell für Italien-Liebhaber und Genießer Paradies-Italien.de, 2008 folgte das überregionale Portal Liebhaberreisen.de, 2012 startete ich diesen Blog.Liebhaberreisen.de, seit 2013 blogge ich Foto-Reportagen in der HuffPost ehemals Huffington Post Deutschland Alle Angaben gemäß § 5 TMG finden Sie im Impressum
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