Georgien und seine Weine

Republik Georgien, 69.700 qkm 5,1 Mio. Einw. Hauptstadt Tbilisi / Tiflis,

Das Landschaftsbild Georgiens ist durch zerklüftete, größtenteils bewaldete Bergketten gekennzeichnet. Der Hauptkamm des Kaukasus nimmt den größten Teil der Nordgrenze der Republik ein. Hier befinden sich auch die höchsten Erhebungen des Landes. Im südlichen Teil Georgien befindet sich der Kleiner Kaukasus. Das Gebiet zwischen diesen beiden Systemen liegt größtenteils sehr viel tiefer und wird durch Flusstäler und die Küste des Schwarzen Meeres geprägt.

Trotz der verhältnismäßig geringen Größe des Landes weist das Klima von Region zu Region starke Unterschiede auf. Es reicht von sehr humiden und subtropischen Bedingungen in der Kolchis bis hin zu trockeneren, eher kontinentalen Klimaverhältnissen im östlichen Hochland. Unter dem windschützenden Einfluss des Kaukasus gibt es für den Weinbau ideale klimatische Verhältnisse.

Das Weinland Georgien

In die EU wurden im vergangenen Jahr rund 3,7 Millionen Flaschen Wein aus Georgien verkauft – dies entsprach gerade mal 0,01 % des Weinkonsums in den 28 Mitgliedsländern. Doch das könnte sich nun ändern, ein mit der EU unterzeichnetes Assoziierungsabkommen sieht einen Wegfall vieler Zollschranken vor.yoopress.com

Töpfer Rati in seiner Werksatt © Copyright by PANORAMO.de

Töpfer Rati in seiner Werksatt © Copyright by PANORAMO.de

Die Familie von Rati töpfern seit drei Generationen die großen Tongefäße namens Kvevri

Töpfer Rati in seiner Werksatt © Copyright by PANORAMO.de

Töpfer Rati fertigt Tag ein Tag aus mannshohe Kvevri’s © Copyright by PANORAMO.de

die in den Boden eingelassen werden und neuerdings wieder bevorzugt für das Reifen des Weines verwendet werden, ganz so wie seit gut 8.000 Jahren! Lust auf Weine: geohaus.ch

Ein Bergdorf bei der Höhlen von Vardzia liegt touristisch noch im Dornröschenschlaf

Kapelle des Frauenklosters Saro © Copyright by PANORAMO.de

Kapelle des Frauenklosters bei Vardzia © Copyright by PANORAMO.de

Das Frauenklosters nahe dem Bergdorf bei der Höhlen von Vardzia liegt noch in touristisch unerschlossener Landschaft …

Georgi zeigt ein Kvevri © Copyright by PANORAMO.de

Georgi zeigt ein Kvevri © Copyright by PANORAMO.de

Georgi lebt in einem Bergdorf nahe der Höhlen von Vardzia, er hütet nicht nur seine Ziegen und Schafe, sondern auch die Geheimnisse um die Vergangenheit dieser magischen Stätte. Im Foto zeigt er auf ein vor Ur-Zeiten in den Boden der örtlichen Ruine eingelassenes noch gut erhaltenes Kvevri.

Saro © Copyright by PANORAMO.de

nahe den Höhlen von Vardzia © Copyright by PANORAMO.de

Der Größenvergleich mit Zwiad von geohaus.ch im Eingangsbereich veranschaulicht, in welchen Dimensionen vor 4.000 Jahren hier Steine behauen und auf einander gesetzt wurden. Allein ein starkes Erdbeben, dessen Abrutschkante genau durch diese Stätte verlief, vermochte das Bauwerk zu zerstören…

Steilkante bei Saro © Copyright by PANORAMO.de

Steilkante gegenüber der Höhlen von Vardzia © Copyright by PANORAMO.de

Scout Joni ( im Foto links ) hat in diesem Frühjahr eine ganz neue Wander-Route vom Bergdorf nahe der Höhlen von Vardzia in das 500 Meter tiefere Tal abgesteckt, in Kürze will er Touristen als ausgebildeter Traking-Guide (english spoken) ganz individuell oder in Gruppen durch diese atemberaubende unentdeckte Natur führen.

An dieser Stelle folgt in Kürze ein ausführlicher Bericht zur Reise von Ende April 2015

Mehr zu den Weinen und der Kulinarik aus Georgien vermittelt Ihnen: geohaus.ch

und mein Reiseführer-Tip: Georgien aus dem Trescher Verlag
daraus zitiert: Georgien, das kleine Land am Südrand des Kaukasus, bietet eine Fülle von Sehenswürdigkeiten, grandiose Landschaften zwischen Gebirge und Meer sowie eine legendär gastfreundliche Bevölkerung. In den letzten Jahren bemüht sich das Land um den Ausbau und die Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Auch wenn noch nicht alles perfekt ist: Eine Reise zu den Kunst- und Kulturschätzen Georgiens verspricht unvergessliche Erlebnisse. Aber auch Naturfreunde und Wandertouristen werden in den zahlreichen Naturparks auf ihre Kosten kommen.

Dieser aktuelle Reiseführer beschreibt alle Reiseziele und die zahlreichen Kunst- und Kulturschätze des Landes und trägt auch den mitunter schwierigen politischen Verhältnissen Rechnung.

» Den geschichtlichen Ereignissen und Zusammenhängen wird in diesem Buch viel Raum gewidmet, weil sie der Schlüssel sind zum Verständnis Georgiens, seiner Kultur und Kunst sowie seiner Menschen. « Ernesto Pauli

im Weinkeller des Kloster Alawerdi © Copyright by PANORAMO

im Weinkeller des Kloster Alawerdi © Copyright by PANORAMO

Mit seiner 8.000 jährigen Weinbautradition ist Georgien die älteste Weinbauregion der Welt und wird deshalb auch als die „Wiege des Weins“ bezeichnet.
Der ehemalige UdSSR-Staat ist eines der Ursprungs-Gebiete des Weinbaus und der kultivierten Weinrebe. Nirgendwo wird der Kult um den Wein so weit getrieben wie in Georgien, wo selbst die Grabsteine der Nationalhelden die Form von Reben und Trauben haben. Wenn Georgier eine Hochzeit feiern, muss der Brautvater mindestens fünfhundert bis tausend Liter Wein in Reserve haben. Mehr über die Weine auf geohaus.ch

In Georgien wurden fünftausend Jahre alte Tonkrüge mit Traubenkernen der weissen Sorte Rkatsiteli gefunden. Im Museum der Hauptstadt Tiflis (Tbilissi) befindet sich ein mit Silber überzogenes, kurzes Stück Rebenholz, das in Trialeti einer Ortschaft südlich von Tsalka gefunden wurde. Man nimmt an, dass es aus 3.000 v. Chr. stammt. Die Archäologie hat viele Beweise zutage gefördert, dass Weinbau und der Weingenuss ein fester Bestandteil der georgischen Kultur war. Das traditionelle Kreuz der Georgischen Orthodoxen Kirche besteht aus Weinreben, die mit dem Haar des heiligen Nino verwoben sind, der im 4. Jahrhundert das Christentum nach Georgien brachte. Ornamente mit fruchtbehangenen Reben finden sich auf den Wänden von Tempeln in Samtavisi, Ikalto, Gelati, Nikortsminda, Vardzia und Zarmza. Auch der Thron des Patriarchen im Alawerdi-Kloster aus dem 11. Jahrhundert ist – selbstverständlich – mit Trauben geschmückt.

Zahlreiche über 5.000 Jahre alte Kerne, Werkzeuge und Gefässe wurden in Mukheta, Trialeti und Pitsunda sowie im Alazan-Tal ausgegraben. In einem Gedicht des griechischen Gelehrten und Epikers Apollonius von Rhodos (3. Jh. v. Chr.) – dem Bibliothekar der berühmten Bibliothek in Alexandria – heisst es in seinem Werk „Argonautica“, dass die Argonauten (Helden der griechischen Mythologie unter Führung von Jason, der das Goldene Vlies eroberte) bei Ihrer Ankunft in der Hauptstadt Kolchis rankende Reben am Eingang des Königspalasts und einen Brunnen mit Wein im Schatten der Bäume gesehen hätten.

Lange hatte der Wein in der Wirtschaft Georgiens grosse Bedeutung. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm die Rebfläche über 70.000 Hektar ein, doch durch Pilzkrankheiten und die Reblaus wurde sie bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts auf die Hälfte verringert. Zur Wiederherstellung der vernichteten Weinberge wurden reblausfeste Unterlagen importiert. Im Jahr 2.000 betrug die Rebfläche wieder 67.000 Hektar, von der 750.000 Hektoliter Wein produziert wurden.

Quelle & mehr zum Thema auf der Website von Ernesto Pauli Das Geheimnis um den Wein

Tipp: der Georgien-Reiseführer aus dem Trescher Verlag
Vom 9.3. bis zum 13.3.2016 finden Sie den Trescher Verlag auf der ITB in Berlin:
Halle 10.2, Stand 108 www.itb-berlin.de

Über Karl-Heinz Hänel

Karl-Heinz Hänel ist freier Reise- u. Bild-Journalist, betreibt Storytelling online und zeichnet redaktionell verantwortlich Nach mehrjähriger Mitarbeit für die TV-Sender ARD und ZDF, sowie für internationale Bildagenturen, wechselte der studierte Dipl.- Kommunikations-Designer und Landschaftsfotograf 1995 in den Reisejournalismus, nachdem ihn zunächst nach einer Standortsuche das Thema Toskana nicht mehr los lies. 2004 veröffentlichte GEO-Saison für Geniesser Toskana eine Reportage über seine Spurensuche in der Val d'Orcia. 2006 entwickelte Karl-Heinz Hänel das Online-Reisemagazin speziell für Italien-Liebhaber und Genießer http://www.Paradies-Italien.de , 2008 das Portal http://www.Liebhaberreisen.de und 2013 folgte der Blog http://Blog.Liebhaberreisen.de
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