Facebook – Nachrichtenverbreitung in Social Media

Monopol für Facebook bei der Nachrichtenweitergabe
Forscher der TU Darmstadt und der TU Dresden untersuchen in einer Langzeitstudie die Nachrichtenverbreitung in Social Media. Nun teilten die Wissenschaftler mit, dass sich die Zahl der Nachrichten-Empfehlungen gegenüber 2013 mehr als verdoppelt hat. Rund 83 Mio Mal (2013: knapp 40 Mio Mal) reichten Nutzer Artikel weiter. Die beliebteste Quelle war mit 19,3 Mio Empfehlungen „Bild.de“, das die Konkurrenz von „Spiegel Online“ (17 Mio Empfehlungen) damit von Platz 1 verdrängte. Es folgen „Zeit.de“ (8,7 Mio), „Focus Online“ (8,1 Mio) und „Welt.de“ (7,6 Mio). Zum ersten Mal schaffte es auch die Special-Interest-Seite „Sport1.de“ (2,2 Mio) unter die zehn bestplatzierten Internet-Medien.
„Wie schon im Vorjahr haben wir für die zehn beliebtesten Internet-Medien eine Zunahme in der absoluten Zahl der Empfehlungen beobachtet“, sagt Benjamin Schiller, Mitarbeiter an der Professur Datenschutz und Datensicherheit der TU Dresden.

Obwohl „Spiegel Online“ seinen Spitzenplatz einbüßte, ist die Seite in der Ressortauswertung bei drei von fünf Kategorien weiter vorn: Geht es um Nachrichten aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, verbreiten Nutzerinnen und Nutzer am liebsten Meldungen von „Spiegel Online“. „Bild.de“ ist führend im Bereich Sport, im Ressort Technik behauptete „Heise.de“ seine Marktführerschaft aus dem Vorjahr.

facebook © Copyright by PANORAMO Bild lizensieren: briefe@panoramo.de

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„Monopol für Facebook bei der Nachrichtenweitergabe“

Für die Studie berücksichtigten die Forscher im Jahr 2014 Artikel aus den beliebtesten 15 Internet-Seiten, etwa 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Leser gaben diese 476.000 Beiträge 75,4 Mio Mal über Likes auf Facebook weiter, 5,7 Millionen Mal über Tweets auf Twitter und 1,9 Millionen Mal über One ups auf Google+. Dabei setzten sich grundsätzliche Trends fort, die sich bereits seit 2012 in der Studie abzeichnen: „Twitter hat bei der Nachrichtenweitergabe an Boden verloren, während Facebook seinen Marktanteil ausbauen konnte“, so Professor Thorsten Strufe von der Fakultät Informatik der TU Dresden. Rund 91 Prozent der empfohlenen Nachrichten wurden über Facebook weitergereicht (2013: 84,8 Prozent), nur noch 6,9 Prozent über Twitter (2013: 12,4 Prozent) und beinahe konstante 2,6 Prozent über Google+ (2013: 2,8 Prozent). „Diese Entwicklung könnte zu einem Monopol für Facebook bei der Nachrichtenweitergabe in Sozialen Netzen führen“, sagt Professor Oliver Hinz, Fachgebietsleiter im Bereich Electronic Markets an der TU Darmstadt.

„Wir erwarten, dass Google+ Twitter angreift“

Je nach Thema haben die Nutzer nicht nur ihre Lieblingsquellen für Nachrichten, die sie teilen, sondern auch starke Vorlieben für die gewählte Social-Media-Plattform, über die sie dies tun. Google+ wird mehr und mehr die Plattform der Wahl bei technikaffinen Nutzerinnen und Nutzern, stellten die Forscher in ihrer Studie fest. Twitter verliert hier weiter an Boden: „Wir erwarten, dass Google+ Twitter mit seiner Funktionalität und Zielgruppe angreift“, sagt Oliver Hinz, Fachgebietsleiter im Bereich Electronic Markets an der TU Darmstadt. Unter den am meisten über Facebook geteilten Berichten fanden sich vergleichsweise viele über Gewalttaten und Verbrechen; politische Themen liefen verstärkt über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Hintergrund: Die kontinuierliche Datensammlung zur Studie „Development of the Social Network Usage in Germany since 2012“ begann Anfang 2012. Den Forschern der TU Darmstadt und der TU Dresden geht es vor allem darum, verlässliche Zahlen für die Nutzung der Sozialen Netzwerke zu gewinnen. Die reinen Nutzer-Statistiken seien wenig aussagekräftig, da viele User beispielsweise mehrere Accounts anlegten. Die wirkliche Nutzungs-Aktivität, die sich zum Beispiel am Teilen von Nachrichtenartikeln festmachen lasse, sei dagegen verlässlicher, so Oliver Hinz. Den ganzen Artikel lesen

Quelle: kress.de

online gestellt auf kress.de von Marc Bartl

 

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Über Karl-Heinz Hänel

Karl-Heinz Hänel ist freier Reise- u. Bild-Journalist, betreibt Storytelling online und zeichnet redaktionell verantwortlich Nach mehrjähriger Mitarbeit für die TV-Sender ARD und ZDF, sowie für internationale Bildagenturen, wechselte der studierte Dipl.- Kommunikations-Designer und Landschaftsfotograf 1995 in den Reisejournalismus, nachdem ihn zunächst nach einer Standortsuche das Thema Toskana nicht mehr los lies. 2004 veröffentlichte GEO-Saison für Geniesser Toskana eine Reportage über seine Spurensuche in der Val d'Orcia. 2006 entwickelte Karl-Heinz Hänel das Online-Reisemagazin speziell für Italien-Liebhaber und Genießer http://www.Paradies-Italien.de , 2008 das Portal http://www.Liebhaberreisen.de und 2013 folgte der Blog http://Blog.Liebhaberreisen.de
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