Übernimmt Axel Springer die „Huffington Post“?

Für eine Milliarde US-Dollar: Übernahme der „Huffington Post“?

Arianna Huffington.
Arianna Huffington.

Die „Huffington Post“ könnte der große Gewinner aus dem AOL-Verkauf an Verizon sein. Für eine Milliarde US-Dollar soll die von Arianna Huffington (Foto) gegründete Online-Zeitung einen neuen Käufer finden. Als heißester Anwärter gilt laut Tech-Expertin Kara Swisher Axel Springer SE. Meine Reportagen in der Huffington Post online lesen Sie hier

Kara Swisher, die als intime Kennerin der kalifornischen Tech-Szene gilt, schreibt in ihrem Bericht „AOL Has Been in Talks to Spin Off HuffPost as Part of Verizon Acquisition Deal“ für „Re/Code“, dass Axel Springer aber nicht das einzige Unternehmen sei, das nach „Huffington Post“ greife. Auch einige Finanzinvestoren hätten Interesse an der „Huffington Post“ signalisiert und würden Gespräche führen.

Im Zentrum der Überlegungen steht, dass „HuffPo“-Gründerin und Namensgebern Arianna Huffington das Wachstum ihres Portals vorantreiben will – und dafür auf frisches Geld angewiesen ist. Auch für Axel Springer wäre es ein interessantes Investment. Kaum eine Online-Marke strahlt so global wie die „Huffington Post“ mit ihren Ausgaben unter anderen in den USA, Kanada, Spanien, Deutschland, Italien, Frankreich, Brasilien oder Indien.

In der Vergangenheit hatte Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer SE, das Geschäftsmodell der „Huffington Post“ allerdings scharf kritisiert: „Wertvolle Inhalte haben ihren Preis und für den zahlen Leser gerne. Die Huffington Post widerspricht unseren Ansichten von den Urheberrechten der Autoren und den Leistungsschutzrechten der Verlage. Deswegen ist die Huffington Post das Anti-Geschäftsmodell für Journalismus. Es gibt aber etliche andere Aggregatoren, die diese Rechte schützen und die finden wir interessant“, hatte Döpfner gegenüber Gründerszene.de gesagt.

Erst in der vergangenen Woche hat die „Huffington Post“ in New York ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Mit dabei waren natürlich auch der deutsche Huffington-Post-Chefredakteur Sebastian Matthes und sein Herausgeber Cherno Jobatey. Im Interview mit kress.de erklärte Matthes den Erfolg der deutschen „HuffPo“, die am 13. Oktober 2013 an den Start ging, so: „Wir sind von null schon jetzt bis auf Platz 11 (Januar 2015) im AGOF-Ranking gestiegen. Das zeigt, dass die User unsere Art und Weise der Berichterstattung sehr schätzen. Einige traditionelle Marken haben für eine solche Reichweite 10 Jahre gebraucht. Wir sind unter den News-Seiten bereits jetzt eine echte Alternative und kümmern uns dabei auch um Themen, die von anderen vernachlässigt werden.“

Offiziell will Axel Springer auf die US-Gerüchte übrigens nicht eingehen. „Wir kommentieren Marktspekulationen generell nicht“, sagte ein Springer-Sprecher gegenüber kress.de.

von Bülend Ürük für Kress.de

Über Karl-Heinz Hänel

Ich bin freier Reise- und Bild-Journalist, ein PR-Multiplikator, unterhalte meine Leser mit Product Placement und erzähle Geschichten in Wort und Bild, die ich selbst erlebt habe. Dafür bin ich redaktionell verantwortlich. Alle Angaben gemäß § 5 TMG finden Sie im Impressum und in meiner Vita
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