Wir sehen jedoch nur, was wir zu sehen gelernt haben …

Bacharach am Rhein, Blick von der Flora von A-Rosa 2016 © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Bacharach am Rhein, Blick von der Flora von A-Rosa 2016 © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Lesenswert: Warum Spazierengehen Schönheit schaffen kann …
Die Spaziergangswissenschaft – nein, Goethe ist diesmal nicht gemeint. Aber nach dieser Lektüre können wir neu zu gehen und neu zu sehen lernen, ist es das nicht wert?

Wir sind heute so mobil wie nie zuvor. Auto, Zug und Flugzeug bringen uns an jeden Ort der Welt. Das hat nicht nur unsere sichtbare Umgebung in Form von Straßen, Flughäfen, Bahnstrecken und Ansiedlungen verändert, sondern auch unseren Blick auf die Welt.

Turkish Airlines © Copyright by Turkish Airlines

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Der Schweizer Soziologe und Planungstheoretiker Lucius Burckhardt (wikipedia) hat diesen Zusammenhang schon in den 1980er-Jahren erkannt. Text von Martin Schmitz

Meine Büchertipps hierzu vorweg genommen, aus dem Martin Schmitz Verlag

Landschaft und Landschaftsbild berührten Lucius seit der Jugend im Alpental von Davos. Besonders intensiv wurde die Auseinandersetzung mit dem Thema, als er in Kassel auch Landschaftsplanung zu unterrichten begann. Er bemerkte bald den Mangel, dass über Ästhetik und Wahrnehmung der Landschaft kaum verhandelt werde, weder im Landschaftsbau noch im Natur- und Landschaftsschutz. Mit dem sogenannten Ur-Spaziergang von 1976, einer Exkursion mit Studierenden in das nordhessische Dorf Riede südwestlich von Kassel, wurden die ersten Schritte in Richtung einer neuen Wissenschaft, der Spaziergangswissenschaft, unternommen. Nachdem das Schloss und die Umgebung fußläufig erkundet worden waren, stellte sich jedem Einzelnen nun die Frage, was eigentlich wahrgenommen worden war. Einige behaupteten sogar, einen Brunnen vor dem Tor gesehen zu haben, den es aber gar nicht gab. Damit stand fest, dass nun auch die Sprache, die Dichtung und Literatur, die Malerei bis hin zur Werbung untersucht werden mussten, da sie unsere Wahrnehmung beeinflussen. Und das konnte keiner besser als Lucius Burckhardt, der eine außerordentliche Beobachtungsgabe besaß und in vielen Disziplinen gebildet war.

Quelle und noch viel mehr zum Thema im: Deutschlandfunk

 „Querfeldein denken mit Lucius Burckhardt“

 Mehr über Lucius Burckhardt (1925 – 2003)

Denn wir sehen nur, was wir schon geschaut haben, zu dieser Erkenntnis kam auch schon der Maler, Zeichner und Schriftsteller  Richard Seewald …

Über Karl-Heinz Hänel

Ich bin freier Reise- und Bild-Journalist, ein PR-Multiplikator, unterhalte meine Leser mit Product Placement und erzähle Geschichten in Wort und Bild, die ich selbst erlebt habe. Dafür bin ich redaktionell verantwortlich. Alle Angaben gemäß § 5 TMG finden Sie im Impressum und in meiner Vita
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