Slow Food Messe des guten Geschmacks in Stuttgart war erfolgreich

Verstecktes Pferdefleisch, nicht korrekte Hühnerhaltung, viele aktuell gute Gründe zum JA zu Slow Food …

Widpferde Italien

Widpferde Abruzzen Italien © Copyright by PANORAMO

Im aktuellen Pferdefleisch-Skandal ist gerade mal die Spitze des Eisberges ans Licht gekommen. Nicht, das Pferdefleisch prinzipiell nicht gut wäre, ganz im Gegenteil kann es eine Spezialität sein, aber als heimliche Beimischung? Sogar bei Aldi-Süd ist Pferdefleisch in ganz anders deklarierten Konserven entdeckt und aus den Regalen genommen worden, nicht etwa im Hunde- oder Katzenfutter, nein, im für uns gedachte Rindfleisch-Konserven! Was auch am Ende dabei ans Tageslicht kommt, Anlass genug, dass wir uns noch mehr mit unserer eigenen Ernährung auseinander setzen …

Die Königsdisziplin darin ist die Bewegung Slow Food.

Weinbergschnecke Slow Food Zucht

Weinbergschnecke © Copyright by PANORAMO #36817042

Als sich 1986 in Italien eine Fast Food Kette breit machte, genauer McDonald’s direkt an der Spanischen Treppe in Rom so einen Laden aufmachte, platzte Carlo Petrini der Kragen. In Italien, dem Land der guten Küche so ein Fauxpas, nicht mit einem Piemonteser. Er veranstaltete ein open air Spaghetti-Essen auf der Spanischen Treppe, das war der Anfang. 1989 wurde dann in Paris die Bewegung Slow Food International gegründet.

Haben Sie sicher schon mal irgend was von gehört. Aber auch schon praktisch erfahren?
Ein so genannter Schnuppertag kommt näher: Probieren geht über Studieren …

Der Markt des guten Geschmacks vom 11. bis 14. April auf der Slow Food Messe Stuttgart brachte zum siebten Mal die Produzenten, Förderer und Verbraucher wie Du und ich zusammen. Dort erfahren Sie mit Hilfe Ihrer Geschmacksnerven, was Aromen und unverfälschte Gaumenfreude wirklich bedeutet, worin der Unterschied zum preislich scheinbar unschlagbaren Discounter und einem Slow Food Erzeuger, gemessen am Lebensmittel auf der Zunge, besteht.  Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, die Messe-Veranstalter wollen peinlich genau darauf achten, dass die Slow Food Qualitätskriterien (strenger als die EU-Öko-Verordnung) eingehalten werden…Markt des guten Geschmacks

Unser täglich Brot back uns heute …

Riesling-Brot

Riesling-Brot von Bäcker Peter Mittler aus Trittenheim © Copyright by PANORAMO

Erleben Sie schon bei einem einfachen Stück Brot, was den Unterschied ausmachen kann. Denn Backmischungen verhindern, dass Brot noch nach Brot schmeckt. Brot braucht Zeit im Backofen, erklärt Bäckermeiser Markus Hönnige aus Weinsberg: Während der Teig aus Fertig-Mehl schon nach zwei bis drei Stunden im Ofen landet,  muss Markus Hönnige für eine traditionelle Teigherstellung per Hand bereits am Donnerstagvormittag mit dem Teigmachen anfangen, wenn ich am Samstagvormittag backen will. Der Teig muss 18 bis 24 Stunden ruhen, nur um sich richtig entwickeln zu können. Dieser Bäcker will kein Tütenaufreißer mehr sein, er möchte stolz auf sein Handwerk sein und dass die Kunden echtes Brot zu schätzen wissen.

Folgende Macher u. Unterstützer sind live auf der Slow Food Messe Stuttgart

Der Rotweinmacher von der Mosel

Winzer Heinz Schneider

Winzer Heinz Schneider

Das Riesling-Brot von Bäckermeister Peter Mittler aus Trittenheim wissen der Winzer Heinz Schneider und seine Frau Susanne sehr zu schätzen. Und Heinz Schneider lebt bekennend leidenschaftlich für die Tradition seiner Mosel-Region.
Als es 1991 erlaubt wurde, wieder rote Reben an der Mosel anzupflanzen, war der Winzer Heinz Schneider der erste Mann der Stunde. So war er der erste Winzer der Gegenwart, der aufgriff, was schon die Römer hier kultivierten, Rotwein. Genauer Spätburgunder.
Und dafür, was er als einer der Gruppengründer der jungen Wilden Leiwener Jungwinzer in den 80er Jahren ins Leben rief und seitdem unbeirrt leistete, wird Heinz Schneider im November der große Staatsehrenpreis des Landes Rheinland- Pfalz verliehen.
Im liebevoll renovierten einstigen Nonnenkloster lagern heute die Weine in Eichenfässern neben Edelstahltanks und Sekte im Flaschenkeller, dessen ehemaliger Eingang gerade mal die Höhe von 1,55 Metern hatte. Die kargen schieferbödigen Lagen über der Mosel haben eine südwestliche Ausrichtung und bis zu 70% Steigung, zählen zu den besten auf dem Leiwener Moselufer … mehr zum Weingut und den Weinen
Heute empfehlen den Slow Food Förderer und authentischen Winzer wie folgt:
„Der Feinschmecker“, „Gault Millaud“ und „Eichelmann“

Der mit Liebe brennende Hubertus Vallender

Hubertus Vallendar

Hubertus Vallendar

Ein weiterer Slow Food Unterstützer ist der Brenner Hubertus Vallendar, denn auch er weiß, sorgfältiges Brennen braucht Zeit. Er selbst bezeichnet sich gern als zeitgenössischen Alchemisten. Er lebt, was er brennt. Im beschaulichen Dörfchen Kail bei Pommern an der Mosel gibt es für die Brennerei Hubertus Vallendar seit 1986, also über 25 Jahre. Sehr langer Atem und die Liebe zum destillieren brachte ihm schliesslich 1.Plätze world wide in Folge ein, zuletzt mit dem World Spirits Award 2012, der von 2013 steht noch aus.

Hubertus Vallendar

Vanilleschoten – Hubertus Vallendar hat den richtigen Riecher

Die Leidenschaft nimmt kein Ende, zur Zeit experimentiert der Meister seines Fachs mit der feinen Bourbon-Vanille, versucht den Schoten das Aroma zu entlocken und in die Flasche zu zaubern. Es wird es schaffen, gelang im doch auch der Orangen-Geist ober alle Hürden deutscher Bürokratie hinweg. „Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche. Wenn sie mir davon läuft, dreh ich den Zeiger der Uhr zurück…“ Sein Clou: jedes Jahr hat zweimal den Herbst, wenn die Saison in Deutschland vorbei ist, geht Hubertus Vallendar zum brennen nach Südafrika. Dort kann er Früchte zum optimalen Reifegrad geerntet erhalten, statt sich mit unreif geernteten Früchten und auf dem Transportweg unbefriedigend nachreifenden zufrieden geben zu müssen, und so das bestmögliche Destillat erzielen.

Brennerei Vallendar

Brennerei Vallendar

Doch auch wenn mit modernster Technik gearbeitet wird, über die letztendliche Qualität entscheidet der richtige Augenblick …                           … mehr erfahrten auf seiner Website

Stephan Attmann vom Weingut von Winning in Deidesheim

Stephan Attmann Weingut von Winning

Stephan Attmann Weingut von Winning

Stephan Attmann ist dankbar, für das Weingut von Winning in Deidesheim zu arbeiten, als Winzer, Geschäftsführer und Managing Director. Die Geschichte des Gutes geht zurück bis ins Jahr 1849. Leopold von Winning verschrieb sich 1907 der Aufgabe, große Weine zu schaffen, um den besonderen Lagen des Weinguts gerecht zu werden. 1910 war er eines der Gründungsmitglieder des VDP, des Vereins Deutscher Prädikatsweingüter. In 2012 kührte der Gault-Millau des Weingut zum Aufsteiger des Jahres. Experimentierfreudig hat sich nun Stephan Attmann mit seinem jungen Team dem Vermächtnis des Leopold von Winning verpflichtet, große Weine zu erzeugen.  … zur Website

Georg Heinrich Wiedemann vom Wein-Essig-Gut Doktorenhof

Georg Heinrich Wiedem Weiessiggut Doktorenhof

Georg Heinrich Wiedem vom Weiessiggut Doktorenhof

Man muss es selbst erlebt und probiert haben, um es wirklich nachvollziehenm zu können. Etwa Essig-Pralinen, einen Essig-Aperitif (es geht also auch ohne Alkohol, ohne auf Genuss zu verzichten) vor dem Essen, oder einen Trinkessig zum Essen. Exotische Aromen wie etwa arabische Datteln (Datteln gibt es gut 700 Arten), Orangenblüten, Aprikose, Vanille oder Pomeranzen, schmeckt man heraus und staunt über einen ölig samtigen Abgang. So kann Essig. Täglich sind Führungen durch eine sinnliche Welt, hinab in einen zauberhaften Holzfaßkeller und anschliessend in einen gemütlichen Degustationsraum. Mit etwas Glück treffen Sie Georg Heinrich Wiedemann persönlich an, er verrät Ihnen das eine oder andere Rezept aus seiner persönlichen Sammlung alter aufgestöberter Schriften und Bücher, die bis zurück ins Mittelalter reichen. Sie verlassen diesen magischen Ort nur widerstrebend, zum Glück lässt sich das eine oder andere Fläschchen mitnehmen, Sie haben die Qual der wahl. Und zuhause angekommen ist der Genuss nicht minder. Die Elixiere machen süchtig. Der Essigmacher vom Doktorenhof ist zu finden in Venningen / Palatinate  … zur Website

Die Familie Göhring von der Alte Brennerei in Mölsheim steht zum Glanrind

@ Slow Food Glanrind

Glanrind @ Slow Food

Das Glanrind ist eine traditionelle Hausrindrasse, die vorwiegend in Rheinland-Pfalz beheimatet ist. Als Unterstützer von Slow Food bewirtet die Familie Göhring in ihrer sehr gemütlichen Gutsschänke Alte Brennerei auch mit regionalen Spezialitäten wie Ziegen- oder Schafkäse, Munkelteller mit frischem Steinofenbrot, oder sogar mal Rinderfilet vom fast ausgestorbenen Glanrind, dessen Bestand seit 1984 mit damals nur noch 25 Kühen durch Züchtung wieder  auf gut 2.000 abgewachsen ist. Um diese dennoch stark gefärdete Art zu erhalten, bedingt auch, dass die Tiere geschlachtet und auf den Speisezettel gehören so wie gelegentlich bei der Familie Göhring: Rindfleisch und Meerettich nach Omas Rezept.

Mehr zur Alte Brennerei

Das Glanrind wurde von Slow Food in Die Arche des Geschmacks auf genommen.
Auf den Höhen des Donnerberg lebten früher diese kräftigen Rinder, die auch als Arbeitstiere genutzt wurden, ihr Fleisch hatte eine ähnliche Qualität, wie die des Kobe Rinds aus Japan.                                              … mehr über das Glanrind und Slow Food lesen

Sternekoch Peter Scharff, sepialisiert auf Event- und Roadshow- Catering

Peter Scharff

Sternekoch Peter Scharff – Herr der Kräuter

Peter Scharff ist aus Überzeigung Mitglied von Slow Food, kochte bei Harald Wohlfahrt, auf diversen Kreuzfahrtschiffen, auf Events für namhafte Firmen und in vielen TV-Fernseh-Programmen. Kreierte zusammen mit dem Kräutergärtner Bernd Simon den Küchenstil „Cuisina herba barona“. Seine neuste Kreation ist ein selbst hergestelltes Oliven-Oregano-Essenz-Öl, das auf der Slow Food Messe Stuttgart seine Verkostungs-Premiere erfährt. Passt sehr gut zu „Tranchen vom Pfälzer Freilandgockel aus dem Smoker, mit Kartoffel-Gurkensalat“. Absolut vorzüglich ist auch sein „Leicht getrüffeltes Pfälzer Esskastanien-Süppchen“. So fein kann bodenständige Küche sein, waren doch die Keschde noch vor 175 Jahren das Grundnahrungsmittel der Menschen in der Pfalz. Damals war der, so rechnet man heute, pro Kopfverbrauch 160 Kg im Jahr, viel anderes gab es zu der Zeit nicht.
Heute ist bekannt, dass die Eß- oder Edelkastanie viel B-Vitamine, Phosphor, Kalzium
… mehr zur Keschde in Rheinland Pfalz und dem Keschde-Weg.                                                                                                                                               … zur Website von Peter Scharff

Antje Niehörster lässt Sie ihre geschmackvollen Pfalz Fonds probieren

Antje Niehörster © Copyright by PANORAMO

Antje Niehörster © Copyright by PANORAMO

Ihr war es schon lange ein Bedürfni, sich und Ihre Familie gut zu ernähren. Ganz ohne Fremdzutaten einen ehrlichen Fond zu schaffen, sollte ihre Bestimmung. So entstanden die PFALZ FONDS, sie haben alle eines gemeinsam: sie bestehen ausschließlich aus regionalen, natürlichen Rohstoffen und feinsten Zutaten, d.h. es wird auf die Zugabe von jeglichen fremden Zusatzstoffen verzichtet, der Wareneinkauf erfolgt, persönlich und nur bei mir bekannten und ausgewählten Lieferanten und Produzenten, die Fonds haben einen sehr hohen Fleisch- (mind. 30%) und Gemüseanteil (mind. 10%), sie sind bereits reduziert und daher intensiv im Geschmack, die traditionelle Herstellung erfolgt in kleinen Chargen die persönliche Verarbeitung und Überwachung vom ersten bis zum letzten Schritt ist selbstverständlich, aktuell erhalten Sie die PFALZ FONDS in den Geschmacksrichtungen Rind, Geflügel, Gemüse, Kalb, Lamm, Wild und Fisch.
Die PFALZ FONDS werden bereits vor der Abfüllung reduziert und sind daher schon konzentriert im Geschmack. Sie können direkt als Sauce oder als kräftige Suppe verwendet werden.                                                             … zur Website von Antje Niehörster

Röstmeister Holger Blank röstet schonend und einzigartig mit Rebenholz

Holger Blank © PANORAMO

Holger Blank © Copyright by PANORAMO

In Bad Dürkheim, mitten in der Pfälzer Weinregion an der Deutschen Weinstraße, befindet sich die Rösterei BlankRoast. Der Gründer und Inhaber dieser Rösterei, Spezialitäten-Röster Holger K. Blank, hat eine Marktlücke entdeckt:
Er röstet Kaffeebohnen mit Rebenholz aus den Bio-Weinstöcken der Umgebung. Besonders stolz ist Blank auf das Biozertifikat seiner Rösterei. … zur Website von Kaffeeröster Blank

Markt des guten Geschmacks  Slow Food Messe Stuttgart

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Über Karl-Heinz Hänel

Ich bin freier Reise- und Bild-Journalist, redaktionell verantwortlich und erzähle gern Geschichten in Wort und Bild, die ich selbst erlebt habe, erstelle Erfahrungsberichte und betreibe hier Storytelling online. Meine Reisen publiziere ich als Fotoreportagen und Reisegeschichten, oft nach Einladung durch meine Medienpartner. Ich empfehle Hotels, Locations, Gastronomie-Betriebe, Reiseunternehmen, Reiseveranstalter, Filme, bespreche neue, ältere und sehr alte Bücher, Hörfunkbeiträge, Tourismus-Büros, Reise-Verbände und ja, ich publiziere Pressemeldungen ... profitieren auch Sie von meinen ganz persönlichen illustrierten Erfahrungen ... Nach dem Studium für Kommunikations-Design und anschließend mehrjähriger Mitarbeit bei der Kieler Rundschau, den TV-Sendern ARD und ZDF, sowie EUREKA TV, als auch bei namhaften internationalen Bildagenturen, wechselte ich als studierter Dipl.- Kommunikations-Designer und Landschafts-Fotograf im Jahr 1995 in den Reise-Journalismus, nachdem ich zunächst nach einer Standortsuche von dem mich bis heute faszinierenden Thema Toskana nicht mehr los kam. 2004 veröffentlichte "GEO-Saison für Genießer Toskana" eine Reportage über meine Spurensuche in der toskanischen Val d' Orcia, dem Tal unterhalb des heiligen Berges Monte Amiata. 2006 entwickelte ich mein Online-Reisemagazin speziell für Italien-Liebhaber und Genießer Paradies-Italien.de, 2008 folgte das überregionale Portal Liebhaberreisen.de, 2012 startete ich diesen Blog.Liebhaberreisen.de, seit 2013 blogge ich Foto-Reportagen in der HuffPost ehemals Huffington Post Deutschland Alle Angaben gemäß § 5 TMG finden Sie im Impressum
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