Wein- und Dekantier-Workshop mit Verena Herzog

Sommeliere Verena Herzog 2016 © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Sommeliere Verena Herzog 2016 © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Dekantieren bedeutet, den Wein vom Depot trennen…

Auf der Flusskreuzfahrt mit der Flora von A-Rosa auf dem Rhein ging es auch um Wein.

Bacharach am Rhein, Blick von der Flora von A-Rosa 2016 © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Bacharach am Rhein, Blick von der Flora von A-Rosa 2016 © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Auf der Feinschmeckerreise wurde zum Thema Dekantieren & Karaffieren ein kleiner Praxis-Workshop angeboten, inbegriffen Weinbeschreibung, Gläserkunde und natürlich das Verkosten herausragender von Verena Herzog ausgewählter Weine.

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa 2016 © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Verena Herzog ist Riedel Ambassador (steht für Botschafter) und hat von dieser Firma Dekanter für ihren Workshop an Bord auf die Flora mitgebracht. Diese kunstvollen Glasobjekte stehen nun beeindruckend vor uns auf dem Tisch. Bei der Firma Riedel produziert ein Team ausschließlich Dekanter und ein anderes ausschließlich Gläser.

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Der große Speisesaal auf der Flora von A-Rosa bietet das angemessene Ambiente für das, was wir erwartungsvoll präsentiert bekommen sollen.

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Frau Herzog schickt voraus, dass es heutzutage eher selten erforderlich ist, einen Wein zu dekantieren. Selbst Weine, die 20 oder sogar 30 Jahre im Keller ruhten, schenkt man einfach nur ganz vorsichtig aus der Flasche in die Gläser ein.

Ein Pinot Noir Grenache, der ist dünnschalig, und sollte nicht dekantiert werden.

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Frau Herzog öffnet einen reifen Burgunder, dekantiert diesen kurz und schenk ihn sogleich in die Gläser. Die aromatische Entwicklung im Glas macht das Weintrinken spannend.

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Dem Privatverbraucher empfiehlt Frau Herzog, den Wein am Vormittag zu öffnen, zu probieren, wieder zu verkorken und ca. 30 min vor dem trinken im Kühlschrank zu lagern.

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Etwas reifere Weine sollte man öffnen, mit einem Tuch abdecken, dann sind diese nach 6 bis 8 Stunden gut. Reife Weine sind im Restaurant ja eher selten, weil zu teuer.

The Swan, der Schwan-Dekanter wurde 2008 von Riedel designt

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Auch mit Weißwein kann man spielen. Zwar verändert der sich nicht in der Karaffe, aber mancher Gast mag das pritzeln der kleinen Bläschen nicht, die dem Wein eigentlich mehr Jugendlichkeit und Frische geben. Solche Weine dürfen in eine Karaffe gefüllt werden und geschüttelt. Die Gärkohlensäure wird vermindert, der Wein selbst verändert sich durch das Schütteln nicht.

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Die Weingläser beim Probieren der unterschiedlichen Weine nicht mit Wasser ausspülen, denn Wasser ist anders mineralisiert und beeinflußt den Wein. Also besser Wein auf Wein.

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Auch die Form des Weinglases beeinflusst den Geschmack.
Während der Wein im ersten Glas frisch und eindimensional schmeckt, nach viel Säure und kaum komplex, erfährt man im geeigneten Glas ein breiteres Spektrum, weil der Wein aufgrund der Glasform auf die vordere Zunge gelangt, eine bessere Balance und den Geschmack von Kräutern offenbart.

Der klassische Dekanter mit einem großen Boden ist ideal für junge Weine.

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Dekanter, die dem Wein eine kleinere Oberfläche bieten, werden eher für reifere Weine verwendet, für den Burgunder etwa.

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Für den 2011er Rioja , klassisch, viel Holz, eignet sich die Mamba

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Die Mamba hat eine doppelte Belüftungsfunktion und eignet sich für Weine, die viel Luft brauchen. Der Name Mamba erinnert nicht zufällig an die elegante Schlange: Kraft und Energie der berühmten schwarzen Mamba, der schnellsten Schlange der Welt, gaben die Inspiration zu diesem Design. Verführerisch und effizient! Schon beim Einschenken durchfließt der Wein mehrere Kammern und wird so doppelt dekantiert und damit intensiv belüftet. Ein Effekt, der bei einem herkömmlichen Dekanter erst nach Stunden erreicht werden kann. Der lange Hals, ideal zum Ausschenken, vitalisiert mit den beiden Luftkammern den Wein beim Servieren zusätzlich. Begleitet wird die Zeremonie von einem sonoren „Glucksen“, der akustische Beweis nicht nur für die perfekte Belüftung, sondern auch für die Kraft des Weines.

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Die Mamba – Dekantier-Workshop mit Verena Herzog © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Sie hat eine Einschenkfunktion für exakt ein Glas. Man sollte ihren Gebrauch vorab üben.

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Dekantier-Workshop mit Verena Herzog auf der Flora von A-Rosa © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Ein Barolo ist spröde in der Jugend, hat viel Säure und Tannine, braucht daher zum zähmen viel Sauerstoff. Diesen bereits am Morgen oder schon am Vortag öffnen. Zwar lassen sich Säure und Tannine nicht abbauen, aber der Wein öffnet sich durch den Sauerstoff und wird anders wahrgenommen. Dieser Wein braucht ein Burgunderglas.

In der Karaffe gluckert und verwirbelt der Wein bereits beim Einschenken.

Folgende Weine wurden auf dem Workshop präsentiert:
– Luquet Saint Veran 2009 Chardonnay, ein Weißwein aus Frankreich
– Wittmann Ziereisen 2010, ein Weißwein aus Rheinhessen
– Kirchspiel 2008 biodynamisch ausgebaut, ein Rotwein aus Rheinhessen
– Baron de Ley Reserva Rioja 2011, ein Rotwein aus Spanien
– Barolo Reserva, Cantina San Silvestro, Monforte d’Alba, ein Rotwein aus Italien

Wenn ein Wein zu warm gelagert wird, etwa 18° statt 11° C., dann hat dieser Wein einen Vorsprung gegenüber anderen Weinen, er reift schneller. Und schon war eine gute Stunde vorbei. Mehr zu ihrer Leidenschaft Wein lesen Sie auf der Website von Verena Herzog.

Mehr über die Flusskreuzfahrten von A-Rosa

Text: Marion Ammann Fotos: Karl-Heinz Hänel

Erfahrungsbericht  Blog.Liebhaberreisen.de

Über Karl-Heinz Hänel

Ich bin freier Reise- und Bild-Journalist, redaktionell verantwortlich und erzähle gern Geschichten in Wort und Bild, die ich selbst erlebt habe, erstelle Erfahrungsberichte und betreibe hier Storytelling online. Meine Reisen publiziere ich als Fotoreportagen und Reisegeschichten, oft nach Einladung durch meine Medienpartner. Ich empfehle Hotels, Locations, Gastronomie-Betriebe, Reiseunternehmen, Reiseveranstalter, Filme, bespreche neue, ältere und sehr alte Bücher, Hörfunkbeiträge, Tourismus-Büros, Reise-Verbände und ja, ich publiziere Pressemeldungen ... profitieren auch Sie von meinen ganz persönlichen illustrierten Erfahrungen ... Nach dem Studium für Kommunikations-Design und anschließend mehrjähriger Mitarbeit bei der Kieler Rundschau, den TV-Sendern ARD und ZDF, sowie EUREKA TV, als auch bei namhaften internationalen Bildagenturen, wechselte ich als studierter Dipl.- Kommunikations-Designer und Landschafts-Fotograf im Jahr 1995 in den Reise-Journalismus, nachdem ich zunächst nach einer Standortsuche von dem mich bis heute faszinierenden Thema Toskana nicht mehr los kam. 2004 veröffentlichte "GEO-Saison für Genießer Toskana" eine Reportage über meine Spurensuche in der toskanischen Val d' Orcia, dem Tal unterhalb des heiligen Berges Monte Amiata. 2006 entwickelte ich mein Online-Reisemagazin speziell für Italien-Liebhaber und Genießer Paradies-Italien.de, 2008 folgte das überregionale Portal Liebhaberreisen.de, 2012 startete ich diesen Blog.Liebhaberreisen.de, seit 2013 blogge ich Foto-Reportagen in der HuffPost ehemals Huffington Post Deutschland Alle Angaben gemäß § 5 TMG finden Sie im Impressum
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