Wildschaden-PDF jetzt gratis downloaden…

Foto: PetairFotolia/DJV Zeitumstellung &d Herbst: Risiko Wildunfall droht PR-Foto: jetzt steigt das Wildunfall-Risiko merklich an. Quelle: Petair Fotolia/DJV

Wie kann ein Wildunfall verhindert werden?

Reduzierte Geschwindigkeit entlang unübersichtlicher Wald- und Feldränder
Besonders gefährlich sind neue Straßen durch Waldgebiete, da das Wild seine gewohnten Wege beibehält.
Die größte Gefahr droht in der Morgen- und Abenddämmerung, bei Nacht und bei Nebel.
Tier am Straßenrand: abblenden, hupen, bremsen. Lenkrad festhalten, keine unkontrollierten Ausweichmanöver.
Ein Tier kommt selten allein – Autofahrer sollen stets mit Nachzüglern rechnen.

Was ist nach einem Wildunfall zu tun?

Unfallstelle sichern: Warnweste anlegen, Warnblinkanlage anschalten, Warndreieck aufstellen.
Bei Personenschäden Erste Hilfe leisten und Rettung rufen (Notruf 112).
Aufgrund der Infektionsgefahr niemals tote Tiere ohne Handschuhe anfassen. Abstand halten zu lebenden Tieren.
Wer Wild mitnimmt, macht sich der Wilderei strafbar.
Einem geflüchteten Tier nicht folgen, in der Unfallmeldung die Fluchtrichtung mitteilen. So kann der Jäger das verletze Tier leichter finden.
Jäger oder Polizei (Notruf 110) kontaktieren und Standort melden. Für die Versicherung Wildunfallbescheinigung ausstellen lassen.

Die Broschüre „Besser langsam als Wild“ als PDF gratis downloaden: www.jagdverband.de

Verkehrsteilnehmer können über das Tierfundkataster (Tierfundkataster) erstmals bundesweit Wildunfälle ortsgenau eintragen – auch per App. Wissenschaftler werten die Daten aus und helfen so Behörden, Straßen sicherer zu machen für Tiere und Menschen. Über 40.000 Daten liegen bereits vor www.tierfund-kataster.de

Winterzeit …und Menschen können eine Stunde länger schlafen. Wildtiere allerdings orientieren sich am Tageslicht und kennen diesen Wechsel nicht: Während sie vortags die Fahrbahn noch gefahrenlos überqueren konnten, braust nach der Zeitumstellung plötzlich der Berufsverkehr über die Straße. Die Morgenstunden werden so zur Falle für Tier und Mensch. Die Maisernte im Oktober erhöht das Wildunfallrisiko zusätzlich, da besonders aufgeschreckte Wildschweine auch tagsüber unvermittelt die Straße queren können. Weitere Gefahrenquelle für Verkehrsteilnehmer im Herbst: das wechselhafte Wetter mit Laub und Schmutz auf nassen Straßen. Autofahrer sollten deshalb besonders an unübersichtlichen Feld- und Waldrändern mit Wild rechnen und die Geschwindigkeit anpassen, rät der Deutsche Jagdverband (DJV).

Wer Tempo 80 statt 100 fährt, verkürzt den Bremsweg bereits um 25 Meter.

Wenn ein Tier am Straßenrand steht, sollte der Fahrer kontrolliert bremsen, abblenden und hupen. Die Augen der Wildtiere sind deutlich lichtempfindlicher als die der Menschen, das Fernlicht blendet und macht orientierungslos. Der Hupton hilft Wildtieren, sich akustisch zu orientieren und zu flüchten. Falls eine Kollision unvermeidbar ist, sollte der Autofahrer nicht riskant ausweichen, sondern das Lenkrad gut festhalten und bremsen. Ein unkontrolliertes Ausweichmanöver erhöht das Unfallrisiko, besonders wenn das Auto in den Gegenverkehr gerät oder am Baum endet.

Nach einer Kollision muss die Unfallstelle unverzüglich gesichert werden: Warnblinkanlage einschalten und Warndreieck aufstellen. Das tote Tier kann mit Handschuhen von der Fahrbahn gezogen werden, um die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer zu senken. Lebt das Wild noch, sollten sich Menschen nicht nähern, da ein Verletzungsrisiko besteht und das Tier in Todesangst gerät. Im Interesse des Tierschutzes ist es laut DJV Pflicht, die Polizei anzurufen, selbst dann, wenn das Tier geflüchtet ist. Diese kontaktiert den zuständigen Jäger, der das verletzte Tier suchen und erlösen kann. Die Polizei oder der Jäger stellt vor Ort eine Wildunfallbescheinigung aus, die als Nachweis bei der Versicherung dient. Eine Teilkasko übernimmt sämtliche Schäden, die durch Haarwild verursacht werden. Wenn Federwild die Windschutzscheibe beschädigt, übernimmt die Teilkasko auch diese Kosten. Bei Kollisionen mit Kühen oder Pferden zahlt die Versicherung übrigens nicht.

 

Über Karl-Heinz Hänel

Ich bin freier Reise- und Bild-Journalist, ein PR-Multiplikator, unterhalte meine Leser mit Product Placement und erzähle Geschichten in Wort und Bild, die ich selbst erlebt habe. Dafür bin ich redaktionell verantwortlich. Alle Angaben gemäß § 5 TMG finden Sie im Impressum und in meiner Vita
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