Die Serpe di Pienza

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„Serpente“ etruskische Tradition im Sette di Vino  ©Copyright K.-H. Hänel ModelRelease

Durch die Kulinarik etwas über den Ort erfahren…

Serpente © Copyright Karl-Heinz Hänel

„Serpente“ etruskische Tradition Sette di Vino in Pienza © Copyright Karl-Heinz Hänel

Wirklich dort sein und etwas über die Kultur erfahren, das braucht seine Zeit…

Über den Umweg regionaler Küche kommt die Erkenntnis manchmal erst mit dem Dolce.

In der Osteria Sette di Vino (hat bis 1.August Sommerferien), auf der Piazza di Spagna, nahe dem Dom von Pienza, dort wird die Tradition der regionalen Küche noch aufrecht erhalten. Der örtliche Bäcker stellt das Mandelkuchengebäck auf Bestellung her, besonders für Feiertage und Kindergeburtstage. In der Osteria Sette di Vino bekommen die Gäste diese Leckerei gelegentlich als Dolce angeboten. Manchen Gast macht dies neugierig auf einen Spaziergang zur Pfarrkirche…

Serpente © Copyright Karl-Heinz Hänel

„Serpente“ etruskische Tradition Sette di Vino ©Copyright K.-H. Hänel ModelRelease

Was ist daran so einzigartig?

Das Motiv, die Serpe di Pienza, verkörpert als Mandelsüßgebäck, beruht auf traditionellem Bäckereihandwerk und hat seinen Ursprung im Mittelalter, etwa vor 1.200 Jahren.

Die unterhalb von Pienza stehende Taufkapelle hat über die Jahrhunderte immer wieder eine andere Bezeichnung bekommen, Pfarrkirche San Vito Modesto, Pieve von Corsignano oder auch San Vito a Corsignano. Erste Teile, so auch der Turm, wurde im 8. Jah. errichtet. Zuvor war diese Stätte bereits von den Etruskern besiedelt.

Serpente di Pienza© Copyright Karl-Heinz Hänel

Serpente di Pienza© Copyright Karl-Heinz Hänel

Im Inneren von San Vito a Corsignano sind zwei Schlangen aus dem Stein gehauen, die Anwesenheit dieser Symbole des Bösen an einem Ort der Anbetung demonstrieren sollten. Interessant ist das für eine Kirche, weil diese Schlangen das einziges figurative Element im Inneren dieser Kirche bei Pienza sind und in keiner weiteren in der Toskana so vor kommt.

Der Gelehrte der Ikonographie Silvio Bernardini sieht den Ursprung und die Bedeutung der in den Sandstein gehauenen Motive in dieser toskanisch romanischen Pieve, in den Mythen, schamanischen Riten und den etruskischen Kulten der Ahnen. Die Schlangen sollen Symbol für die Initiation in das Reich des Wissens, die Verbindung zwischen der Welt der Lebenden und der unterirdischen Welt der Toten sein.

Ein Glücksfall ist, dass die Tradition der Serpe aus Mandelteig bis heute an die einstige Kultur erinnert, Dank einem Bäcker und Luciano, dem Padrone der Osteria Sette di Vino,

Osteria Sette di Vino Pienza in DieZeit © Copyright Karl-Heinz Hänel

Luciano vor seiner Osteria Sette di Vino in Pienza ©Copyright K.-H. Hänel ModelRelease

Was für Luciano nicht in Frage kommt…

Pienza in DieZeit © Copyright Karl-Heinz Hänel

Stattdessen regionale Toskanische Küche  © Copyright Karl-Heinz Hänel

Piazza di Spagna No.1, 53026 Pienza, ab 12:00 h oder ab 19:30 h.

Traditionelle Küche der Toskana in der Osteria Sette di Vino Pienza © Copyright Karl-Heinz Hänel

Traditionelle Küche der Toskana in der Osteria Sette di Vino © Copyright Karl-Heinz Hänel

( Preise von 2015), wer dennoch kommen möchte: Reservierung Tel. 0039 0578 74 9092

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Über Karl-Heinz Hänel

Karl-Heinz Hänel ist freier Reise- u. Bild-Journalist, betreibt Storytelling online und zeichnet redaktionell verantwortlich Nach mehrjähriger Mitarbeit für die TV-Sender ARD und ZDF, sowie für internationale Bildagenturen, wechselte der studierte Dipl.- Kommunikations-Designer und Landschaftsfotograf 1995 in den Reisejournalismus, nachdem ihn zunächst nach einer Standortsuche das Thema Toskana nicht mehr los lies. 2004 veröffentlichte GEO-Saison für Geniesser Toskana eine Reportage über seine Spurensuche in der Val d'Orcia. 2006 entwickelte Karl-Heinz Hänel das Online-Reisemagazin speziell für Italien-Liebhaber und Genießer http://www.Paradies-Italien.de , 2008 das Portal http://www.Liebhaberreisen.de und 2013 folgte der Blog http://Blog.Liebhaberreisen.de
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