Was mit Kreuzfahrt…

Kreuzfahrtschiff vor Venedig © Copyright Karl-Heinz Hänel

Kreuzfahrtschiff vor Venedig © Copyright Karl-Heinz Hänel

Als Reisemedium spielen Kreuzfahrten eine bedeutende und…   stark zunehmende Rolle. Kreuzfahrten sind aggressiev im Vergleich zur Flusskreuzfahrt.

Für manchen ist eine Kreuzfahrt eine schon vertraute Art des Reisens, für manchen ist dies die Reise seines Lebens. Besonders die Deutschen im besten Alter, die Silver Ager oder Best Ager, sind mit der TV-Serie „Traumschiff groß geworden“. Aktuell macht die so genannte Doku-Serie „Verrückt nach Meer“ im Öffentlich Rechtlichen Fernsehen Furore.

Der Kreuzfahrt-Hype fängt gerade erst an

Ende in diesen Jahres veranstaltet der DRV (Deutscher Reiseverband) sogar seine Jahres-Tagung auf einem Kreuzfahrtschiff: „Die deutsche Reisewirtschaft trifft sich in diesem Jahr vom 10. bis 12. Dezember auf der MS Artania von Phoenix Reisen in Hamburg. Anmeldungen zur 69. Jahrestagung, bei der die turnusmäßigen Wahlen von Präsidium und Vorstand stattfinden, sind ab sofort unter drv-jahrestagung.de möglich.  “

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Die Deutschen waren Reiseweltmeister, bis die Chinesen das Reisen entdeckten.

Hatte die bis 1999 als Traumschiff fungierende „Berlin“ Platz für 330 Passagiere und nach einer Schiffsverlängerung für 420, bot die „Deutschland“ 520 Pasagieren Platz. Ging die Reederei Deilmeier als Eigner der zwei Schiffe noch in die Insovenz, boomte schon kurz darauf die Kreuzfahrtbranche und heute staunen wir über die Chinesen, die Schiffe für 10.000 Passagiere bauen. Die Zeiten, als eine Kreuzfahrt etwas für Wohlhabende und Previligierte war, gehen dem Ende entgegen. Ähnlich wie bei der Entwicklung von Hotels, geht es nun auch bei Kreuzfahrtschiffen in die Richtung „Think Big“. 2.092 Passagiere:

MS Queen Elizabeth in Kiel © Copyright by PANORAMO BlogDSC06633

2.092 Passagiere auf der MS Queen Elizabeth in Kiel © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Kreuzfahrtschiffe sind unter anderem zu den Verursachern des Overtourism geworden.

Meine persönliche Erfahrung des Reisens auf Kreuzfahrtschiffen machte mir schnell klar, dass das Wesen einer Schiffsfahrt mit der Zunahme der Anzahl der Passagiere immer mehr in den Hintergrund rückte.

Fado Lissabon © Copyright PANORAMO Bild lizensieren: briefe@panoramo.de

Fado an Hausfassade in der Altstadt von  Lissabon © Copyright Karl-Heinz Hänel

Und übrigens:“Die Romantik in der Seefahrt liegt nicht auf dem Meer. Sie liegt in den Häfen und nicht irgendwo dazwischen… hat Helge Timmerberg mal so ähnlich gesagt.“

MS Astor Lissabon

MS Astor in Lissabon © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Auf meiner ersten Kreuzfahr auf der „Astor“ teilte ich meine Reiseerlebnisse mit 577 weiteren Kreuzfahrern. Diese Anzahl tat dem Gefühl, auf einem Schiff zu reisen, keinen Abbruch. Die Keuzfahrt fühlte sich als solche an und konnte voll und ganz meine Erwartungen befriedigen.

© Copyright by PANORAMO Bild lizensieren: briefe@panoramo.de

MS Splendida – Patrik strahlt so wie seine Messingamaturen © Copyright Karl-Heinz Hänel

Als ich dann auf der „Splendida“ mit 3.273 weiteren Passagieren unterwegs war, fühlte ich mich wie auf der Shoppingmall eines Riesenhotels. Und am Open-Air-Pool ging es meiner Wahrnehmung nach zu, wie früher am Ballermann auf Mallorca. Also, wer Party will, wird mit den großen Kreuzfahrtschiffen zufrieden sein.

Mit A-Rosa auf dem Rhein © Copyright Karl-heinz Haenel

Mit A-ROSA auf dem Rhein © Copyright Karl-heinz Hänel

Als ich mich mit Flusskreuzfahrtschiffen befasste, war es ganz in meinem Sinne der Reiseerwartungen, dass diese Schiffe für maximal 200 Passagiere ausgelegt sind. Also nur etwas mehr als ein Drittel von denen auf einem Luxuskreutzfahrtschiff, wie der „Astor“.

Donaudurchbruch am Eisernen Tor © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Ich empfand meine erste Flusskreuzfahrt auf der Donau und die nächste Reise auf dem Rhein, als ein wahrhaftiges Reisen, mit einer respektablen Anzahl Mitreisender.

Blick von der MS Astor auf Dover und EMPRESS © Copyright by PANORAMO

Blick von der MS Astor auf die Klippen von Dover © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Wesentlicher Bestandteil einer Kreufahrt sind die Landausfüge, in Seehäfen, sowie Anlegestellen am Flussufer. Auch hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass auf Ausflügen von einem Flusskreuzfahrtschiff aus die Teilnehmerzahlen moderater ausfallen, als von einem Hochseekreuzfahrt ausgehend. Die Veranstalter versuchen, durch kleine Gruppen und ein breites Themenangebot den Andrang in Grenzen zu halten, jedoch spielen da leider nicht alle anderen Schiffe mit. Jüngstes Beispiel waren zehn Kreuzfahrtschiffe, die am gleichen Tag vor Santorin vor Anker lagen und mit ihren Tagesausflüglern die Insel stürmten.

Es gibt spezielle Reiseführer, sogar gebietsbezogene, etwa den: „Flusskreuzfahrt Donau“ und es gibt diverse Kriminalromane, die auf einem Kreuzfahrtschiff spielen. Alternativ lohnt sich Literatur, den Fluss und die im Programm genannten Orte betreffend, um vor, auf und nach der Reise zu verstehen und nachzuvollziehen, was man erlebt und gesehen hat. Ob Fluss- oder Kreuzfahrt, Russland ermöglicht beides

Blick auf Port Barcelona Spanien © Copyright by PANORAMO

MS Astor Achterdeck mit Blick auf Port Barcelona Spanien © Copyright by Karl-Heinz Hänel

„Wer auf Kreuzfahrt gehen will, braucht Informationen, Anregungen, Entscheidungshilfen und Tipps … Natürlich gibt es bei der Entscheidungsfindung Dinge, die mitunter der subjektiven Bewertung unterliegen. Dies betrifft nicht nur Fragen der Ästhetik, des Stils und des Geschmacks, sondern auch wichtige Aspekte wie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer Erfahrungen mit Kreuzfahrten hat, weiß, dass jedes Schiff seinen eigenen Charakter, seine spezifische Atmosphäre, seinen besonderen Flair besitzt“. Wolfgang Meyer-Hentrich

Werbung” Besser vor einer geplanten Reise noch mal gründlich in sich gehen, Buch-Tipp:

Wolfgang Meyer-Hentrich: Im Jahr 2001 startete er zu einer Weltreise, gefolgt von Kreuzfahrten, über die er 2008 im Reise-Know-How: „Kreuzfahrtschiffe nach Maß“ berichtete. Aktuell verlegte der Ch. Links Verlag nun: WAHNSINN KREUZFAHRT

Nach dieser Lektüre sparen Sie sich einige Enttäuschungen und Fehlentscheidungen.

 

Über Karl-Heinz Hänel

Karl-Heinz Hänel ist freier Reise- u. Bild-Journalist, betreibt Storytelling online und zeichnet redaktionell verantwortlich Nach mehrjähriger Mitarbeit für die TV-Sender ARD und ZDF, sowie für internationale Bildagenturen, wechselte der studierte Dipl.- Kommunikations-Designer und Landschaftsfotograf 1995 in den Reisejournalismus, nachdem ihn zunächst nach einer Standortsuche das Thema Toskana nicht mehr los lies. 2004 veröffentlichte GEO-Saison für Geniesser Toskana eine Reportage über seine Spurensuche in der Val d'Orcia. 2006 entwickelte Karl-Heinz Hänel das Online-Reisemagazin speziell für Italien-Liebhaber und Genießer Paradies-Italien.de , 2008 das Portal Liebhaberreisen.de und 2013 folgte das Blog.Liebhaberreisen.de Heute reisen und berichten darüber Karl-Heinz und Partnerin Marion, oft auf Einladung zu Presse- und Erfahrungsreisen
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