Naturparadies Valle Varaita, Varaitatal, Alpen, Piemont, Italien

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Foto: Bellino, das Dorf der Sonnenuhren
Im Ortsteil Celle befindet sich ein Sonnenuhren-Museum. Durch den Ort gibt es geführte Rundwege, um sich zahlreiche historische Sonnenuhren an den Häusern anzuschauen. Im Ort gibt es auch eine Variante des Volksfestes zum Gedenken an die Vertreibung der Sarazenen. Dieses Karneval-Fest nennt sich La Beò de Blins und findet seit 1999 alle 3 Jahre statt, historisch hatte die Widerbelebung dieser alten Tradition ihren Anfang 1939, zuletzt im Februar 2012 und wieder 2015. Dann ziehen und tanzen die kostümierten Bewohner, von Akkordeon und Geige begleitet, wieder durch das malerische Dorf.

Chianale zählt zu den offiziell schönsten Dörfern Italiens
Via Pontechianale gelangt man nach Chianale, ( 1.610 m) fast autofrei. Der touristisch sehenswerte Ort bietet neben schmalen Gassen zwischen alten Steinhäusern ein faszinierendes Trachtenmuseum und sehenswerte Fresken in der Kirche San Antonio, gleich daneben eine malerische historische Steinbrücke über den Fluß Varaita, auf der anderen Flußseite die Kirche San Lorenzo. Unterkunft, Restaurant mit reichhaltiger echt traditionell heimischer Küche und zudem musealisch mit historischen Utensilien letzter Jahrhunderte eröffnet sich auf Reservierung das immer sehr gut besuchte Risto-Museo Le Montagnard dem hungrigen Wanderer.

Sampeyre, Hauptort im Valle Varaita mit 1.000 Einwohnern
Also Hauptort des Tales profitiert Sampeyre vom mittleren Höhenklima und ist Ausgangspunkt für Wanderungen sowie Bergtouren, z.B. auf die Logge del Viso (3.015m). Der Sessellift ist im Sommer wie im Winter geöffnet und erschließt den Weg in das herrliche Sant´Anna Tal mit einem künstlichen See. Vom Hotel bis zur Ferienwohnung findet jeder was nach seinem Geschmack. Der historische Ortskern Via Roma um die Kirche San Pietro e Paolo, Piazza della Vittoria, blieb erhalten. Sehenswert ist das ethnographische Museum. Vom Ort führt die Straße via Pontechianale bis hoch zum Pass Colle dell Agnello auf 2.748m und weiter nach Frankreich.

Im Varaita-Tal Kulturgeschichte vor Ort erleben
Entschleunigen und eintauchen in diese Region der noch heute gelebten und gepflegten okzitanischen Sprache und Musik. Auch studiert, gelebt und gespielt von Gabriella, wird diese abgebildete historische Ghironda, eine Drehleiher. Okzitanien ist ein Land, das es eigentlich nicht gibt. Die Heimat der mittelalterlichen Trobadors erstreckte sich über weite Gebiete Italiens, Frankreichs und Spaniens, ist aber auf herkömmlichen Karten gar nicht verzeichnet. Zusammengehalten wird es durch eine Sprache, Brauch und Musik. In den okzitanischen Piemont-Tälern wird Okzitanisch noch von der Hälfte der Bevölkerung gesprochen und verstanden.

Porta della Valle Segnavia, Infopoint Brossasco, Valle Varaita
Das 60 km lange Tal wurde spät vom Tourismus entdeckt und ist bis heute weniger stark besucht, als die nördlicheren Täler des Piemont. Im Winter ist dieses Tal mit seinen bewaldeten sanft ansteigenden Berghängen ein ideales Skigebiet für Anfänger und Familien. Auch Schneeschuhwandern ist hier beliebt.
Die Porta della Valle Segnavia ist das touristische Tor zum Varaita Tal, wird vom ausgebildeten Bergführer Daniele Orusa betrieben. Daniele hat diesen Info-Treffpunkt ganzjährig geöffnet, täglich von 7-19 h (außer montags); im August auch montags, mit Kaffee & Kuchen, Info u. Kartenmaterial, Bekleidung, Ausrüstung, Tipps zu Unterkünften. Infopoint Brossasco

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Über Karl-Heinz Hänel

Ich bin freier Reise- und Bild-Journalist, ein PR-Multiplikator, unterhalte meine Leser mit Product Placement und erzähle Geschichten in Wort und Bild, die ich selbst erlebt habe. Dafür bin ich redaktionell verantwortlich. Alle Angaben gemäß § 5 TMG finden Sie im Impressum und in meiner Vita
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