Abtei Burg Dinklage oder: „die Botschaft heißt MUT“ …

Als Burganlage in Dinklage 980 erstmals urkundlich erwähnt unter Ferdinandsburg, dem Geburtsort von Clemens August Kardinal von Galen Adresse: Benediktinerinnenabtei St. Scholastika – Kloster Burg Dinklage, Burgallee 3, 49413 Dinklage … zur Website

Schwester Johanna Burg Dinklage © Copyright by PANORAMO Bild lizensieren: briefe@panoramo.de

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Schwester Johanna: Seit dem Einzug erster Schwestern 1949 auf Burg Dinklage ist es für uns Schwestern eine Frage geblieben, wie und auf welche Weise wir das Erbe der Familie von Galen weiterführen und wachhalten können.

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Als „Zugezogene“, die in erster Linie einen Ort für ihr Klosterleben suchten, sahen wir uns mit dem großen Sohn der Stadt Dinklage Clemens August Kardinal von Galen konfrontiert.
Der Geburtsort des späteren ‚Löwen von Münster‘ war nun unser Wohn-, Arbeits- und Gebetsort. Die Räume atmeten und atmen die Geschichte einer großen Familie1, die in ihrer Weise christliche Gemeinschaft lebte, und die diese Werte auch in die Gesellschaft hineintrug.
Das wach gebliebene Interesse der Bevölkerung des Oldenburger Münsterlandes und des Bistums Münster, das im Zugehen auf die Seligsprechung des Kardinals im Jahr 2005 noch wuchs, fragte uns als Gemeinschaft immer wieder an, hier vor Ort eine Begegnung mit der Person Clemens August von Galen zu ermöglichen, ohne die Zurückgezogenheit unseres monastischen Lebens zu beeinträchtigen. Die Burg als eigentlicher Geburtsort
des Seligen gehört nach wie vor zu unserem Klausurbereich und kann somit nur begrenzt der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen2. Es dauerte einige Jahre und viele Überlegungen, bis die ehemalige Wassermühle, vielen als „Forsthaus“ bekannt, für die Errichtung eines Kultur- und Gedenkortes von Galen in den Blick rückte. Im Jahr 2009 haben wir Schwestern die „Kardinal von Galen Stiftung – Burg Dinklage“ ins Leben gerufen, die sich als erste Aufgabe die Verwirklichung des „Kultur- und Gedenkortes von Galen“ vorgenommen hat.

Abtei Burg Dinklage © Copyright by PANORAMO Bild lizensieren: briefe@panoramo.de

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Die Wassermühle mit unterpfortigem Wasserantrieb wurde um 1730 auf dem Grund der ehemaligen Hugoburg erbaut, nahe dem Vorgängerbau der heutigen Burgkapelle (1840-44). Auffallend für die Mühle ist die aufwändige Gestaltung, sonst eher unüblich für Wirtschaftsgebäude: die Tür- und Fensterrahmungen sind in Sandstein ausgeführt, das Mauerwerk in sorgfältigem Kreuzverbund gemauert, mit strukturgebenden,
dunkelgebrannten Binderziegeln. Das fast quadratische Gebäude mit Krüppelwalmdach ist komplett unterkellert.
Das gesamte gestalterische Erscheinungsbild lässt Einflüsse aus dem Hochstift Münster in der Tradition von Johann Conrad Schlaun (1695-1773) vermuten. Noch im Jahr 1904 sollen an der nördlichen Giebelseite die zwei unterschiedlich großen Wasserräder zum Antrieb eines Mahl- und Beutelganges vorhanden gewesen sein, von denen eines noch bis 1935 zu sehen war. Der Mühlenbetrieb wurde 1892 eingestellt.
Um 1910 ist die Wassermühle zum Wohnhaus für den gutsansässigen Jäger bzw. Förster umgebaut worden. Eine Kammer mit Feuerstelle war bereits seit dem 18. Jhdt. vorhanden. Nun wurden Decken, Böden und Wände eingezogen. Die Außenbauteile und die Konstruktion von Außenwänden und Dachstuhl blieben weitestgehend unberührt. Als Wohnhaus wurde das Gebäude bis 2009 genutzt …

… Zentraler Raum des „Kultur- und Gedenkortes von Galen“ wird in Kürze das Hochparterre in der ehemaligen Wassermühle. Hier sollen sowohl einzelne historische
Originalgegenstände gezeigt werden (z.B. das Taufkleid der Familie von Galen, Familienchronik, Fotos, …) als auch durch Audiostation und Videoclip die Brücke in unser Hier und Heute geschlagen werden.
Wir möchten als unseren Teil die Errichtung des „Kultur- und Gedenkortes von Galen“ in
der alten Wassermühle einbringen, damit auch zukünftig junge Menschen die Möglichkeit haben dem Sel. Clemens August Kardinal von Galen zu begegnen und sich so vielleicht für ihr eigenes Leben inspirieren, herausfordern und erMUTigen zu lassen.

Zur Vertiefung schauen Sie auf die Homepage oder die Stiftungshomepage

Impressionen zur Abtei Burg Dinklage…

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Mehr Details zur Burganlage lesen Sie auf Wikipedia

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Hotel in unmittelbarer Nähe: das Vila Vita Burghotel
Abtei und Hotel liegen auf der 3-Seen-Route für Rad- / E-Bike-Wanderer … Website

Über Karl-Heinz Hänel

Karl-Heinz Hänel ist freier Reise- u. Bild-Journalist, betreibt Storytelling online und zeichnet redaktionell verantwortlich Nach mehrjähriger Mitarbeit für die TV-Sender ARD und ZDF, sowie für internationale Bildagenturen, wechselte der studierte Dipl.- Kommunikations-Designer und Landschaftsfotograf 1995 in den Reisejournalismus, nachdem ihn zunächst nach einer Standortsuche das Thema Toskana nicht mehr los lies. 2004 veröffentlichte GEO-Saison für Geniesser Toskana eine Reportage über seine Spurensuche in der Val d'Orcia. 2006 entwickelte Karl-Heinz Hänel das Online-Reisemagazin speziell für Italien-Liebhaber und Genießer http://www.Paradies-Italien.de , 2008 das Portal http://www.Liebhaberreisen.de und 2013 folgte der Blog http://Blog.Liebhaberreisen.de
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