
Anastasia Kobekina wurde zeitnah im Regional-TV Schleswig-Hostein Magazin präsentiert.
Diese außergewöhnliche Künstlerin ist zunehmend barfuß auf der Bühne zu erleben.
Das barocke Spielgefühl und der direkte Kontakt zum Boden gibt ihr ein Gefühl der Freiheit und erdet sie bei ihren oft emotionalen, körperbetonten Auftritten.
Rückblick: Die besondere Ausnahme-Cellistin Anastasia Kobekina begeisterte das Kieler Publikum zuletzt im Februar 2026 als Solistin beim 5. Philharmonischen Konzert im Konzerthaus am Schloss von Kiel. Als Residenzkünstlerin der Kieler Philharmoniker spielte sie dort das berühmte Cellokonzert von Dvořák sowie Werke von Korngold.
Auf ihrem aktuelle Auftritt auf dem Schleswig-Holstein Musikfestivals musizierten sie am 16. Juli in der Klosterkirche Bordesholm: Anastasia Kobekina auf dem Violoncello vom Meiser Antonio Stradivari (1717), einer Leihgabe von der Stradivari Foundation Habisreutinger Huggler Coray. Anastasia Kobekina spielt barfuß, um eine bestmögliche Bodenhaftung zu erlangen.
Zudem spielten mit ihr Marie Helling, Violine, Maxim Tzekov, Violine Arcan İsenkul
und Viola Ángela Aguareles, Violoncello
Das Programm
Alexander Glasunow: Streichquintett A-Dur op. 39
Franz Schubert: Streichquintett C-Dur D 956
Das Instrument
Preiskategorien
€ 29 / € 24 / € 19 / € 9 (Life-Konzerte müssen nicht unerschwinglich sein) bereits ab € 9,00 konnte der frühe Vogel online im Vorverkauf kaufen und wie so oft, gab es Restplätze, die wahrlich nicht weniger gut waren, denn die Akustik in der Klosterkirche ist ausgezeichnet.
Als Ángela Aguareles mit ihren Mitspielern vom Haupteingang durch den langen Kirchenraum
zum Podest vor dem Hauptaltar barfuß und schnellen Schrittes den Kirchenraum für sich einnahm, hörte sich der für die Zuhörer der ersten Reihen von hinten ansteigende tosende Aplaus an wie ein Tsunami an. Die Wahl der Klosterkirche für das Konzert hätte nicht besser getroffen werden. Auch am Abend um 22 Uhr wollte der Aplaus nicht enden wollen.
Mit Sicherheit war das am folgenden Tag, Fr. den 17.07. auf Föhr in der Nieblum, St. Johannis-Kirche gegebene Konzert gleichermaßen gelungen.
Seit 2009 ist es jedes Jahr ein voller Erfolg, wenn beim SHMF im Rahmen des Formats »Meisterschüler – Meister« herausragende Größen der Musikwelt auf aufstrebende junge Talente treffen, um gemeinsam an der Interpretation ausgewählter Werke zu feilen. Die Rolle der »Meisterin« übernimmt in diesem Jahr die gefeierte Cellistin Anastasia Kobekina, die 2024 mit dem »Leonard Bernstein Award« ausgezeichnet wurde und in sämtlichen großen Konzertsälen der Welt brilliert. Gemeinsam mit vier Nachwuchsmusikerinnen und -musikern präsentiert sie in Bordesholm und Nieblum zwei Streichquintette, die ein wahres Klangfest versprechen: Schuberts betörendes C-Dur-Quintett – laut Musikpapst Joachim Kaiser ein »tönendes Mysterium«, vor dem man sich nur »verneigen« kann – sowie Glasunows Opus 39, das in lichter Gestalt zitierte slawische Volkslieder mit weltläufiger Eleganz vereint. So vom SHMF beschrieben…