
»In Ksenija Sidorova hat das Akkordeon eine virtuose Botschafterin gefunden“
- Eine Offenbarung!«, schwärmt SWR Kultur, und The Telegraph bezeichnet die Künstlerin, die das Akkordeon aus jeder Schublade befreit, als »bahnbrechend und faszinierend«.
Unglaublich, die Mutter von drei Kindern wurde von ihrer Großmutter mit dem Akkordeon vertraut gemacht. Sie begann im Alter von sechs bis acht Jahren mit dem Unterricht in ihrer Heimatstadt Riga und ging später zum klassischen Studium an die Royal Academy of Music in London.
In ihrem Solo-Recital beim SHMF entfaltet Sidorova ein Klanguniversum, das von der barocken Klarheit Johann Sebastian Bachs über die subtilen Klangflächen Philip Glass’ bis hin zu den expressiven Farben des Ukrainers Sergey Akhunov reicht.
»In einem Solokonzert zeige ich gern das gesamte Spektrum und die Grenzenlosigkeit des Akkordeons – gleichsam alles, was es kann«, sagt Sidorova. »Es sind oft Originalwerke für klassisches Akkordeon, einige eigens für mich geschrieben. Und sie sind erstaunlich zugänglich! Viele haben Angst vor Neuem, aber ich liebe es, Menschen damit vertraut zu machen – denn nur, wenn wir Neues hören, können wir das Alte noch mehr schätzen.«
Ein Abend voller Kontraste und Verbindungen – virtuos, überraschend und zutiefst persönlich. Wer glaubt, das Akkordeon sei auf eine Klangwelt festgelegt, wird hier zur Freude eines Besseren belehrt.