Bermuda’s paradiesisches Kommen und Gehen…

Bermuda_1_02461 © Copyright by Karl-Heinz Hänel / Mortimer

Menschenleer, die traumhaft schöne Gastes Bay vor dem Fort St. Catherine Anno 2015

Als Mark Twain 1867 den von der Zivilisation am weitesten gelegene Archipel Bermuda besuchte, soll er folgendes ausgerufen haben: „Ein Paradies, aber man muß durch die Hölle, um hinzukommen“ Das erste Dampfschiff besuchte erst sechs Jahre später die Bermuda’s.

So richtig entdeckt wurde die winzige Insel durch einen Zufall. Im Jahr 1609 geriet der britische Segler „Sea Venture“ auf dem Weg von Plymouth nach Virginia in einen mörderischen Hurrican und auf ein Riff der Bermudas. 150 Schiffbrüchige überlebten und besiedelten die Insel. Bereits um 1500 segelte ein Spanier an der Insel vorbei, riskierte wegen der überall aus dem Meer ragenden Riffe keine Landung und segelte wieder davon.

Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges verschwand der bis dahin boomende Tourismus und wirschschaftlich ging es den Insulanern schlecht. Sogar die seit 1931 betriebenen Railway-Züge, die Waggons und die Schienen wurden 1948 demontiert und versilbert. Bald sollte die Steueroase Geschäftsleute aus aller Welt anlocken und die Bermuda-Shorts gesellschaftsfähig machen.

Auf meiner Reise 2015 entdeckte ich abseits der ehemaligen Hauptstadt St. George’s die malerische Bucht Gates Bay am Fuß vom Fort St. Catherine, das nach dem 2.Weltkrieg einen touristischen Dornröschenschlaf hielt und nur selten besichtigt wurde. Der Blick wandert zur größten britischen Festung der Insel. Das britische Fort St. Catherine liegt an der nordöstlichsten Spitze der ehemaligen Hauptstadt St. George’s, zwischen St. Catherine’s Beach und Achilles Bay und thront über einem rosafarbenen Sandstrand. „The Jewel of the East“ Von hier aus bietet sich fast überall hin ein atemberaubender Meerblick. Die Festung wurde 1614 an diesem strategisch wichtigenen Punkt erichtet und im 19. Jahrhundert mehrfach erweitert. Von den gewaltigen Kanonen wurde niemals ein Schuß abgefeuert und auch der Strand Gates Bay mit seinen alten Palmen blieb zum Glück unberührt.

10 Jahre später – Anno 2025

Wo bis 2015 ein traumhaft schöner 250 Meter breiter Naturstrand ruhte, hat sich am Ende dann die heile Welt dem Tourismus ergeben.

Der Strand ist zwar noch da, die alten Palmen auch, aber im Nacken hat man die Pools und 5 Stockwerke mit den Balkons des Hotel Marriott St. Regis Bermuda Resort. Unmittelbar angenzend an das Marriott St. Regis Bermuda Resort befindet sich der 18-Loch Golfplatz „Five Forts Golf Club“.

Der Strand selbst ist eine jahrtausendfach andauernde Anhäufung feinster rosa Muschelschalensplitter, alle drei bis fünf Sekunden von den Atlantikwellen aufs Neue an das auslaufende Ufer gespült. Ein leises Rauschen untermalt diesen ewig währenden Prozess.

Bleibt dieser Ort bestehen, oder wird daraus irgendwann ein Lost Place?

Wie schnell ein gegenwärtiger Baukomplex zu einem Lost Place werden kann, zeigt Daniel’s Head Beach Park. Dort weht der Wind durch mehr als 100 leerstehende Bungalows. Der Eigentümer ging bankrott, weil die Gäste wegen Geruchsbelästigungen durch eine angrenzende Rinder-Farm ausblieben und die Banken keine weiteren nötigen Kredite gewährte, erzählt man sich…

Von den eigentlichen Bermudas sieht man hier abseits der ehemaligen Hauptstadt St. George’s noch nicht allzu viel. Je näher man der jetzigen Hauptstadt kommt, um so bunter wird

Was Influenzer über die Bermudas auch noch interessieren könnte: https://www.mortimer-reisemagazin.de/lost-places-auf-den-bermudas-entdecken/

7 Flugstunden bis ins Bermuda-Dreieck. Wie zum Teufel kommt man auf die Bermudas? Flüge gibt es von London und New York, wer nicht in den USA einen Zwischenstop möchte, geht in New York durch den Transitbereich und fliegt direkt weiter auf die Bermudas. Dort angekommen, Fahren Busse alle 20 Minuten und verkehren täglich. Die Fahrt dauert etwa 33 Minuten. Von und nach St. George’s und Hamilton fährt die Bus-Linien 10/11

Über Karl-Heinz Hänel

Ich bin freier Reise- und Bild-Journalist, content creator und ein PR-Multiplikator, unterhalte meine Leser mit Product Placement und erzähle Geschichten in Wort und Bild, die ich selbst erlebt habe. Dafür bin ich redaktionell verantwortlich. Alle Angaben gemäß § 5 TMG finden Sie im Impressum und in meiner Vita
Dieser Beitrag wurde unter --.-- Bermudas abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.