Weinjahrgang 2020 brachte bundesweit beste Qualitäten

Trauben des Riesling © Copyright Karl-Heinz Hänel

Dank des trockenen und sonnigen Herbstes…

…konnten sich die Trauben perfekt und gesund entwickeln. Die Entwicklung der Trauben und die Erntmengen stellten sich in den Anbaugebieten allerdings sehr unterschiedlich dar.

Trauben des Riesling © Copyright Karl-Heinz Hänel

Der Weinjahrgang 2020 brachte bundesweit sehr gute Qualitäten hervor. Wie sich der Jahrgang in den 13 deutschen Anbaugebieten entwickelt hat, stellt das Deutsche Weininstitut (DWI) nachfolgend vor.

Trockenheit, Turbo-Ernte und Spitzenqualitäten

Nach einem warmen und sonnigen Frühjahr zeigten die Reben bereits im April die ersten grünen Triebe. Pünktlich zu den Eisheiligen Mitte Mai wurde es allerdings noch einmal frostig kalt, was insbesondere in Franken, Sachsen und Saale-Unstrut sowie in Teilen Württembergs starke Frostschäden und erhebliche Ertragsverluste mit sich brachte.

Journalist im Weinberg © Copyright Karl-Heinz Hänel
Blütezeit im Weinberg © Copyright Karl-Heinz Hänel

Bereits Ende Mai entwickelten die Reben ihre Blüten – acht bis zehn Tage vor dem durchschnittlichen Wert der letzten 30 Jahre. Entsprechend früh startete die Hauptweinlese in vielen Anbaugebieten bereits Ende August. Die anhaltende Schönwetterperiode mit hochsommerlichen Temperaturen führte dazu, dass viele Sorten gleichzeitig reif wurden, was für Zeitdruck bei der Lese sorgte. Oftmals ernteten die Winzer in den frühen Morgenstunden oder mitten in der Nacht, um die für deutsche Weine typische Frische zu erhalten.

im Weinberg © Copyright Karl-Heinz Hänel

Das Jahr 2020 wird den meisten als „Turbo-Herbst“ in Erinnerung bleiben, der oftmals schon im September beendet war.

„Insbesondere die roten Sorten profitierten von der warmen Witterung. In den deutschen Weinkellern reifen vielversprechende Rotweine, die sich quer durch die Anbaugebiete schon tiefrot, mit intensiver Beeren-Aromatik und samtiger Textur präsentieren“, so das Deutsche Weininstitut (DWI).

Weinlese 2018 © Copyright Karl-Heinz Hänel
Weinlese © Copyright Karl-Heinz Hänel

Am 30. November wurde der Jahrgang in einigen Regionen noch von einer erfolgreichen Eisweinlese gekrönt.

Erntemengen unterschiedlich verteilt

Die Erntemenge liegt mit rund 8,6 Millionen Hektoliter leicht über der des Vorjahres und zwei Prozent unter dem zehnjährigen Mittelwert. Die Quantität ist allerdings sehr ungleich verteilt. Während die fränkischen Winzer auf Grund von Spätfrösten und einer langanhaltenden Trockenperiode eine historisch kleine Ernte verzeichnen, die 38 Prozent unter dem langjährigen Mittel liegt, konnten die Winzer an der Hessischen Bergstraße ihren Ertrag um 31 Prozent steigern.

Weinessiggut Doktorenhof
im Weinberg © Copyright Karl-Heinz Hänel

In den beiden größten deutschen Anbaugebieten Rheinhessen und Pfalz sind mit einem Minus von einem Prozent bzw. einem Plus von sechs Prozent durchschnittliche bis leicht überdurchschnittliche Erntemengen zu erwarten. Baden und Württemberg schätzen jeweils ein Ernteminus von zehn Prozent.  

Blick in die Anbaugebiete

Wie sich die Jahrgangsentwicklung in den einzelnen Anbaugebieten darstellt, erfahren Sie hier

Quelle und aktuelles: (DWI)

Über Karl-Heinz Hänel

Ich bin freier Reise- und Bild-Journalist, ein PR-Multiplikator, unterhalte meine Leser mit Product Placement und erzähle Geschichten in Wort und Bild, die ich selbst erlebt habe. Dafür bin ich redaktionell verantwortlich. Alle Angaben gemäß § 5 TMG finden Sie im Impressum und in meiner Vita
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