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WeiterlesenFarbloses dickwandiges Glas mit Zwischenschichtdekor aus schwarzkonturierten Ringen mit kupferfarbenen Höfen in wolkigem Blau (Kupferreduktion). In Gravur bez.: K. Wiedmann. H. 11 cm; D. 14,7 cm Karl Wiedmann für Gral-Glashütte Dürnau b. Göppingen, 1966
Los 1464 | Wiedmann Wiedmann, Karl Kuchen 1905 – 1992 ebenda, war Glastechniker und Entwerfer der Ikora-Technik. Vase, “Unikat Pavona“, Gral-Glashütte Dürnau, 1966, farbloses Glas, in die Form geblasen, dickwandig, Zwischenschichtdekor aus schwarzrandigen Ringen in wolkigen roten und türkisfarbenen Flächen (Kupferreduktion), Boden graviert “K. Wiedmann“, H: 29 cm. Lit.: Bayerische Museen, Die Sammlung Wolfgang Kermer, Glasmuseum Frauenau, Kat.-Nr. 94, Abb. S. 45.
Source: https://veryimportantlot.com/de/lot/view/wiedmann-731283
GRAL – GLAS-HÜTTE, Dürnau Karl Wiedmann Vase Iris, farbloses Glas, blauer Innenüberfang mit fadenlaufen ausdenden roten Einschmelzungen Luftblasenblauen. Dickwandiges Gefäß in ovoider Form über rundem Stand. H.: 23,5 cm. Bez.: Künstlersign. K.Wiedmann. (diamantgeritzt, Unikat). 1960er Jahre Lit.: Carl Wiedmann, Glastechnik und Kunsthandwerk, Ausst.kat. Das Augustinermuseum Freiburg i. Br. 1985, Abb. 133, S. 63 (Vgl.).
Finnish Glass Museum; Riihimäki
Im März 1982 musste die international bekannte Glashütte „gralglas“ in Dürnau Konkurs anmelden. Viele Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. Eine Auffanggesellschaft konnte den Betrieb noch einige Jahre weiterführen.
Zu Beginn des Jahres 1987 kam das endgültige Aus. Zwar versuchte man in der Folge noch mehrfach eine Produktion unter Verwendung des renommierten Firmennamens „gralglas“ am Leben zu erhalten. Doch alle Bemühungen, die Glasproduktion zu erhalten, scheiterten. Der letzte Versuch endete mit der nun totalen Aufgabe zum Jahresbeginn 1995, zeitgleich mit der Eröffnung dieses Museums.
1987/88 wurde im Dürnauer Gemeinderat erstmals darüber gesprochen, wie die Erinnerung an den einst wichtigsten Gewerbebetrieb des Ortes, die Glashüte „gralglas“, wachgehalten werden könnte. Auf Anregung des Gemeinderatsmitgliedes Josef Tomaschko kaufte die Gemeinde bei der Nachfolgefirma Auer von jeder der noch vorhandenen originalen „gralglas“-Garnitur und -Form ein Exemplar. In mehreren Kisten verpackt wurden die Gläser zunächst auf dem Rathausspeicher eingelagert.
Beim ersten Treffen ehemaliger Gralglasmitarbeiter im Jahr 1991 reifte der Entschluss, ein Museum einzurichten. Beim zweiten Treffen 1993 nahm das Projekt schon konkrete Gestalt an. Im November 1992 hatten 13 Mitglieder den „Förderverein Gralglasmuseum e.V. Dürnau“ gegründet. Im Januar 1994 bekam der Verein von der Gemeinde Dürnau die Zusage, dass die Räume im nördlichen Torbau des ehemaligen Schlosses zum Aufbau eines Museums genutzt werden können. Durch die Beiträge der rund 100 Mitglieder, sowie durch viele kleine, aber auch einige sehr großzügige Spenden, wurde die finanzielle Grundlage geschaffen.
Ein harter Kern um den Vorstand Josef Tomaschko, bestehend aus den ehemaligen Gralglasleuten Erich Spannbauer, Walter Kurz und Franz Laufer machte sich an Werk. In wechselnder Besetzung legten weitere Helfer mit Hand an; hier sei stellvertretend Josef Bonita, ein ehemaliger portugiesischer Mitarbeiter von Gralglas, genannt. Als besonderer Höhepunkt konnte im September 1994 in der thüringischen Glasmacherstadt Lauscha ein Glasschmelzofen abgeholt werden. Mit einer festlichen Veranstaltung eröffnete dann der Dürnauer Bürgermeister Friedrich Buchmaier am 24. März 1995 das Gralglas-Museum Dürnau.
1904
Durch Karl Seyfang Eröffnung einer Kunsthandlung für Gemälde mit Einrahmungswerkstatt in der Markstr. 16 in Göppingen
1918
Gründung der Kunstwerkstätten Seyfang Göppingen. Hergestellt werden Perltaschen und kunsthandwerkliche Erzeugnisse aus Elfenbein, Messing und Edelmetall
1930
Gründung der Gral-Glas-Werkstätten in Göppingen durch Karl Seyfang und Sohn Rolf, ein Betrieb für Glasveredelung von Hohlgläsern durch Schliff und Gravur.
1932
Karl Seyfang und Josef Stadler entwerfen die berühmt gewordenen Kelchglasgarnitur A 50
1939
Errichtung eines Zweigbetriebes im Böhmerwald. Wegen Kriegsbeginn kann die Produktion nicht aufgenommen werden.
1946
Josef Stadler beteiligter Gesellschafter und Designer. Die Lieferanten für Rohgläser in Böhmen und Schlesien sind ausgefallen. Erstellung eines eigenen Glasschmelz ofens in einer stillgelegten Eisengießereihalle der Fa. Schuler in Göppingen durch heimatvertriebene Glasmacher aus Eleonorenhain im Böhmerwald.
1947
250 Mitarbeiter, davon 90% Heimatvertriebene. Es werden Kelche, Becher und andere Gebrauchsgläser sowie Geschenkartikel hergestellt. Im selben Jahr Bau einer zweiten Glashütte in Dürnau.
1950
Im Juli wird in Dürnau der 12-Hafen-Ofen in Betrieb genommen.
1951
Stillegung des reparaturbedürftigen Ofens in Göppingen, doch bleiben Lager und Versand zunächst dort. Gleich zeitig beginnt in Dürnau der Bau der ersten Gralglas-Siedlung; Ausstellung im Landesgewerbeamt Stuttgart, bei der die Erzeugnisse von Gralglas sehr gelobt werden.
1954
In Dürnau und Göppingen zusammen 380 Beschäftigte.
1955
Gesamte Firma in Dürnau mit 400 Mitarbeitern, davon noch 74% Vertriebene. Firmenname jetzt: Gral-Glashütte GmbH, Dürnau Karl Wiedmann wird Hüttenmeister.
1957
Tägliche Produktion 12 – 15 000 Gläser
1959
Übernahme der Glashütte Leichlingen bei Köln durch Pacht
1961
Im November kommen die ersten portugiesischen Gastarbeiter
1962
In Dürnau Einbau einer Transportanlage für den direkten Transport der Werkstücke vom Arbeitsplatz zum Kühlofen
1964
In der Glashütte Leichlingen muss wegen der schlechten räumlichen Verhältnisse der Betrieb eingestellt werden. Das Fertigungsprogramm wird nach Dürnau übernommen.
1966
Seit diesem Jahr gralglas-Sonderausstellungen von Unikaten
1969
Rolf Seyfang erhält das Bundesverdienstkreuz erster Klasse. Am 22. November brennt das Lagergebäude, der Schaden wird auf 700.000 DM geschätzt.
1970
Wiederaufbau des Lager- und Versandgebäudes
1972
Übernahme der Graf Schaffgot´schen Josephinenhütte in Schwäbisch Gmünd
1976/77
Einführung von Bleiglas, Versuche zur Herstellung von spülmaschinenfestem Glas
1978/79
Einbau einer neuen Gemengemischanlage modernster Art. Die hohen Lohnkosten durch die überwiegende Handarbeit zwingen zu Warenpreisen, die von der Auslandskonkurrenz mit Nachahmungen ohne Entwicklungskosten unterboten werden können.
1982
Im März Konkurs und Übergang der Firma an eine Nachfolgegesellschaft, die den Betrieb noch vier Jahre weiter führen kann.
1987
Im Januar erneuter Konkurs. Der letzte Schmelzofen wird gelöscht. Versuche von verschiedenen Unternehmen, die Glasproduktion dauerhaft wieder aufzunehmen, bleiben ohne Erfolg.
1995
Endgültiges Aus. Ein Teil der Firmengebäude wird abgebrochen.
Öffnungszeiten des Gralglas-Museums: nur nach Vereinbarung
Seit 1995 gibt es nun schon das Gralglas-Museum in Dürnau. In diesen Jahren waren die aktiven Mitglieder des Fördervereines unermüdlich tätig, das Museum noch ansprechender zu gestalten, noch mehr Exponate wirkungsvoll zu präsentieren. Dies gelang unter anderem mit der Umgestaltung des Raumes, in dem auch das Videogerät steht. Durch die neue Anordnung der Vitrinen wurde mehr Platz geschaffen, um die Filme über das Glasmachen bequem ansehen zu können. Der ganze Raum wirkt nun großzügiger, die ausgestellten Gläser kommen bestens zur Geltung.
Zum Jahresende 2001 erfuhr man durch Zufall von einer Auktion in Stuttgart, bei der Gralglas-Produkte unter den Hammer kamen. Manches schöne Stück konnte ersteigert werden und bereichert nun die Sammlung der Unikate. Auch bei den in Serie hergestellten Glaswaren kommen ständig neue Objekte hinzu, so dass im Wechsel immer wieder neue Gläser ausgestellt werden können. Nach wie vor ist noch die Vielzahl von Modellen, Werkzeugen und anderen Geräten rund um den großen Glasschmelzhafen zu sehen. Alles ist anschaulich und informativ beschriftet.
Gralglas-Museum
Bahnhofstraße 5
73105 Dürnau
Fon (über das Rathaus Dürnau): 07164 91010-0
https://www.duernau.de/de/duernau/gralglas-museum/die-initiatoren
Der Förderverein wurde 2025 altersbedingt aufgelöst.
Bitte beachten: Die Ausstellungsstücke stehen nicht zum Verkauf!

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Die Rechte ist da, aber sie hat keine Gesellschaftstheorie mitgebracht
Von Barbara Sichtermann und Simon Brückner
Weltweit sind Populisten und staatsfeindliche Libertäre in die Zentren der Macht gelangt oder auf dem besten Wege dorthin. Wie konnte das geschehen – trotz ihrer Faktenverdrehungen, groben Pauschalisierungen und offener Demokratiefeindlichkeit?
Eine anspruchsvolle Gesellschaftstheorie haben die Populisten anscheinend nicht mitgebracht. Offen ist, ob der Geist, der ihnen Antrieb verleiht, seine Theorie nur noch nicht gefunden hat – oder ob er sich Theorie grundsätzlich entzieht. Unter einer dieser Bedingungen muss die Rechte, beflügelt vom eigenen Erfolg, nun Politik machen. Vielleicht wäre es aber ein Fehler, hier vorschnell nur einen Mangel zu konstatieren. Ist dieser Geist nicht möglicherweise mehr als bloße Negation – mehr als jener Geist, der in Goethes Faust stets verneint?
Um der Spur des rechten Zeitgeistes nachzugehen, um zu begreifen, wie er heute wirkt, gilt es, unseren Blick zurück zu wenden – aber nicht zu den großen Kriegen und zum Totalitarismus, sondern in jene Phase, in der die westliche Rechte, zutiefst diskreditiert und zerlumpt, im Nachkriegsdeutschland im Verborgenen überwintern musste.
Gelingen konnte ihr dies vorwiegend im Bereich der Kunst, während die Linke ihren Marsch durch die Bildungs- und Kulturinstitutionen antrat und fortsetzte. Gerade Literaten und Dichtern wie Botho Strauß, Uwe Tellkamp oder Michel Houellebecq gelang es, etwas Neu-Rechtes zu formulieren und damit ästhetische Wirksamkeit zu erzielen. Sie beschworen und verrätselten etwas, das Gesellschaftstheoretiker mit guten Gründen sofort verworfen und bekämpft hätten, sobald es zu einer politischen Programmatik erhoben worden wäre.
Was heute im engeren Sinne als „Neue Rechte“ bezeichnet wird, ist eine mehr oder minder organisierte Gruppe von Intellektuellen, die es nicht hinnehmen wollte, dass die Linke das Feld der Theorie für sich allein beanspruchte. Der „Neuen Rechten“, einer Konkurrenzveranstaltung zur „Neuen Linken“, lässt sich ihre akademische Dürftigkeit und politische Gefährlichkeit relativ leicht nachweisen. Eine entscheidende Frage bleibt allerdings ungeklärt: Liegt diese Dürftigkeit darin begründet, dass im rechten Denken und Fühlen etwas unaufhebbar Antiintellektuelles, ja möglicherweise sogar Antigesellschaftliches steckt, aus dem weder überzeugende Politik noch Theorie zu gewinnen wäre? Oder sind der rechte Marx, der rechte Foucault und der rechte Adorno schlichtweg noch nicht geboren?
Der eigentliche Trick, um wirklich etwas über die Rechte zu erfahren, um sie vielleicht sogar besser zu verstehen, als sie sich selbst versteht, liegt darin, nicht nach ihren politischen Argumenten zu fragen – und sich dann zu freuen, wenn keine kommen – , sondern nach ihren Bildern eines gelingenden Lebens zu forschen. Hierfür bieten Dichter und Denker bessere Beispiele als Politiker.
Barbara Sichtermann, Jahrgang 1943, ist Journalistin und Schriftstellerin. Sie studierte Sozialwissenschaften und Volkswirtschaftslehre in Berlin. Seit 1978 arbeitet sie als freie Autorin. Ihre Themen: Leben mit Kindern, Frauenpolitik und -biografik, Medienkritik. Sie ist seit 30 Jahren Mitglied der Grimme-Preis-Kommission. 2015 erhielt sie den Theodor-Wolff-Preis für ihr Lebenswerk. Ihr letztes Buch (mit Ingo Rose) trägt den Titel: „Fahren Sie sofort los!“Alexandra Kollontai. Ein Frauenleben zwischen Auflehnung und Macht. Wien, 2024
Simon Brückner, Jahrgang 1978, studierte Kulturwissenschaft, Soziologie und Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Dokumentarfilme wurden international gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. Er verfasste Feature-Formate für den Hörfunk, arbeitete als Dramaturg und Dozent. Zuletzt erschienen der beobachtende Kinofilm Eine deutsche Partei (Berlinale 2022) über die AfD sowie das gemeinsam mit Barbara Sichtermann und Jens Johler herausgegebene Sachbuch Das verordnete Schweigen. Zensur von Fall zu Fall, Hamburg 2024.
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