Brötchen, Brot, Kuchen & Stollen, handmade aus purem Teig…

an einem Sonntagmorgen um 7 Uhr vor der Bäckerei in Süderbrarup © Copyright Karl-Heinz Hänel

Meist Stammkunden, warten geduldig vor der Tür, bis der nächste wieder raus kommt…

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USA: One Pill can kill… Touristen in Gefahr!

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Synthetische Opioide auf dem Vormarsch

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Zur Weihnachtszeit und zur Jahreswende…

© Copyright SALTO Wagenbachverlag

Ihr lieben Leute, landab, landauf – Ein weiteres Jahr nimmt seinen Lauf,

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Pit Morell Worpswede Der Weihnachtshase

Weihnachtshase Hase

Der Weihnachtshase von Pit (Peter) Morell (geb. 1939)

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35 Millionen Katzen & andere Haustiere

Hauskatzen © Copyright Karl-Heinz Hänel
Hauskatzen helfen heilen © Copyright Karl-Heinz Hänel

Haustiere sind eine willkommene Ablenkung und gut für unsere Psyche

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Wenig bekannt, jetzt auf dem Weg zum Ruhm: Anders Zorn

Hamburger Hafen © by Anders Zorn

In der Kunsthalle zu Hamburg zu sehen, der Künstler Anders Zorn bis 25. Januar 2026

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Gehobene Gastronomie ist kein Zuckerschlecken

Im Restaurant des Friederikenhofs © Copyright Karl-Heinz Hänel

An einem Freitag vor dem alljährlichen Schleswig-Holstein Gourmet Festival…

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Wein und gutes Essen

Impressionen aus dem Weinkeller... © Copyright Karl-Heinz Hänel
Impressionen aus dem Weinkeller… © Copyright Karl-Heinz Hänel

Der Gastro- und Weinexperte Otto Geisel im Gespräch mit Raoul Mörchen… weiter hören

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2 Sterne Küche, Tipps für Foodies

Gutsküche © Copyright by Karl-Heinz Hänel
Gutsküche © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Deutschlandfunk Radio Hör-Tipp für Foodies

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Es gilt wieder mal die Winterzeit (Normalzeit)…

Uhrmachermeister Armin Mantei © Copyright by Armin Mantei

  …die Uhren wurden auf Winterzeit um 1 Stunde zurück gestellt

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Karl Wiedmann Gral Glas Düren

Vase aus der Serie “Unikat Pavona“

Farbloses dickwandiges Glas mit Zwischenschichtdekor aus schwarzkonturierten Ringen mit kupferfarbenen Höfen in wolkigem Blau (Kupferreduktion). In Gravur bez.: K. Wiedmann. H. 11 cm; D. 14,7 cm Karl Wiedmann für Gral-Glashütte Dürnau b. Göppingen, 1966

Los 1464 | Wiedmann Wiedmann, Karl Kuchen 1905 – 1992 ebenda, war Glastechniker und Entwerfer der Ikora-Technik. Vase, “Unikat Pavona“, Gral-Glashütte Dürnau, 1966, farbloses Glas, in die Form geblasen, dickwandig, Zwischenschichtdekor aus schwarzrandigen Ringen in wolkigen roten und türkisfarbenen Flächen (Kupferreduktion), Boden graviert “K. Wiedmann“, H: 29 cm. Lit.: Bayerische Museen, Die Sammlung Wolfgang Kermer, Glasmuseum Frauenau, Kat.-Nr. 94, Abb. S. 45.
Source: https://veryimportantlot.com/de/lot/view/wiedmann-731283

GRAL – GLAS-HÜTTE, Dürnau Karl Wiedmann Vase Iris, farbloses Glas, blauer Innenüberfang mit fadenlaufen ausdenden roten Einschmelzungen Luftblasenblauen. Dickwandiges Gefäß in ovoider Form über rundem Stand. H.: 23,5 cm. Bez.: Künstlersign. K.Wiedmann. (diamantgeritzt, Unikat). 1960er Jahre Lit.: Carl Wiedmann, Glastechnik und Kunsthandwerk, Ausst.kat. Das Augustinermuseum Freiburg i. Br. 1985, Abb. 133, S. 63 (Vgl.).

Finnish Glass Museum; Riihimäki

Von der Idee zur Realisation

Im März 1982 musste die international bekannte Glashütte „gralglas“ in Dürnau Konkurs anmelden. Viele Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. Eine Auffanggesellschaft konnte den Betrieb noch einige Jahre weiterführen.
Zu Beginn des Jahres 1987 kam das endgültige Aus. Zwar versuchte man in der Folge noch mehrfach eine Produktion unter Verwendung des renommierten Firmennamens „gralglas“ am Leben zu erhalten. Doch alle Bemühungen, die Glasproduktion zu erhalten, scheiterten. Der letzte Versuch endete mit der nun totalen Aufgabe zum Jahresbeginn 1995, zeitgleich mit der Eröffnung dieses Museums.

1987/88 wurde im Dürnauer Gemeinderat erstmals darüber gesprochen, wie die Erinnerung an den einst wichtigsten Gewerbebetrieb des Ortes, die Glashüte „gralglas“, wachgehalten werden könnte. Auf Anregung des Gemeinderatsmitgliedes Josef Tomaschko kaufte die Gemeinde bei der Nachfolgefirma Auer von jeder der noch vorhandenen originalen „gralglas“-Garnitur und -Form ein Exemplar. In mehreren Kisten verpackt wurden die Gläser zunächst auf dem Rathausspeicher eingelagert.

Das Museum gewinnt Gestalt

Beim ersten Treffen ehemaliger Gralglasmitarbeiter im Jahr 1991 reifte der Entschluss, ein Museum einzurichten. Beim zweiten Treffen 1993 nahm das Projekt schon konkrete Gestalt an. Im November 1992 hatten 13 Mitglieder den „Förderverein Gralglasmuseum e.V. Dürnau“ gegründet. Im Januar 1994 bekam der Verein von der Gemeinde Dürnau die Zusage, dass die Räume im nördlichen Torbau des ehemaligen Schlosses zum Aufbau eines Museums genutzt werden können. Durch die Beiträge der rund 100 Mitglieder, sowie durch viele kleine, aber auch einige sehr großzügige Spenden, wurde die finanzielle Grundlage geschaffen.

Ein harter Kern um den Vorstand Josef Tomaschko, bestehend aus den ehemaligen Gralglasleuten Erich Spannbauer, Walter Kurz und Franz Laufer machte sich an Werk. In wechselnder Besetzung legten weitere Helfer mit Hand an; hier sei stellvertretend Josef Bonita, ein ehemaliger portugiesischer Mitarbeiter von Gralglas, genannt. Als besonderer Höhepunkt konnte im September 1994 in der thüringischen Glasmacherstadt Lauscha ein Glasschmelzofen abgeholt werden. Mit einer festlichen Veranstaltung eröffnete dann der Dürnauer Bürgermeister Friedrich Buchmaier am 24. März 1995 das Gralglas-Museum Dürnau.

Werdegang der Gral-Glashütte Dürnau

1904
Durch Karl Seyfang Eröffnung einer Kunsthandlung für Gemälde mit Einrahmungswerkstatt in der Markstr. 16 in Göppingen

1918
Gründung der Kunstwerkstätten Seyfang Göppingen. Hergestellt werden Perltaschen und kunsthandwerkliche Erzeugnisse aus Elfenbein, Messing und Edelmetall

1930
Gründung der Gral-Glas-Werkstätten in Göppingen durch Karl Seyfang und Sohn Rolf, ein Betrieb für Glasveredelung von Hohlgläsern durch Schliff und Gravur.

1932
Karl Seyfang und Josef Stadler entwerfen die berühmt gewordenen Kelchglasgarnitur A 50

1939
Errichtung eines Zweigbetriebes im Böhmerwald. Wegen Kriegsbeginn kann die Produktion nicht aufgenommen werden.

1946
Josef Stadler beteiligter Gesellschafter und Designer. Die Lieferanten für Rohgläser in Böhmen und Schlesien sind ausgefallen. Erstellung eines eigenen Glasschmelz ofens in einer stillgelegten Eisengießereihalle der Fa. Schuler in Göppingen durch heimatvertriebene Glasmacher aus Eleonorenhain im Böhmerwald.

1947
250 Mitarbeiter, davon 90% Heimatvertriebene. Es werden Kelche, Becher und andere Gebrauchsgläser sowie Geschenkartikel hergestellt. Im selben Jahr Bau einer zweiten Glashütte in Dürnau.

1950
Im Juli wird in Dürnau der 12-Hafen-Ofen in Betrieb genommen.

1951
Stillegung des reparaturbedürftigen Ofens in Göppingen, doch bleiben Lager und Versand zunächst dort. Gleich zeitig beginnt in Dürnau der Bau der ersten Gralglas-Siedlung; Ausstellung im Landesgewerbeamt Stuttgart, bei der die Erzeugnisse von Gralglas sehr gelobt werden.

1954
In Dürnau und Göppingen zusammen 380 Beschäftigte.

1955
Gesamte Firma in Dürnau mit 400 Mitarbeitern, davon noch 74% Vertriebene. Firmenname jetzt: Gral-Glashütte GmbH, Dürnau Karl Wiedmann wird Hüttenmeister.

1957
Tägliche Produktion 12 – 15 000 Gläser

1959
Übernahme der Glashütte Leichlingen bei Köln durch Pacht

1961
Im November kommen die ersten portugiesischen Gastarbeiter

1962
In Dürnau Einbau einer Transportanlage für den direkten Transport der Werkstücke vom Arbeitsplatz zum Kühlofen

1964
In der Glashütte Leichlingen muss wegen der schlechten räumlichen Verhältnisse der Betrieb eingestellt werden. Das Fertigungsprogramm wird nach Dürnau übernommen.

1966
Seit diesem Jahr gralglas-Sonderausstellungen von Unikaten

1969
Rolf Seyfang erhält das Bundesverdienstkreuz erster Klasse. Am 22. November brennt das Lagergebäude, der Schaden wird auf 700.000 DM geschätzt.

1970
Wiederaufbau des Lager- und Versandgebäudes

1972
Übernahme der Graf Schaffgot´schen Josephinenhütte in Schwäbisch Gmünd

1976/77
Einführung von Bleiglas, Versuche zur Herstellung von spülmaschinenfestem Glas

1978/79
Einbau einer neuen Gemengemischanlage modernster Art. Die hohen Lohnkosten durch die überwiegende Handarbeit zwingen zu Warenpreisen, die von der Auslandskonkurrenz mit Nachahmungen ohne Entwicklungskosten unterboten werden können.

1982
Im März Konkurs und Übergang der Firma an eine Nachfolgegesellschaft, die den Betrieb noch vier Jahre weiter führen kann.

1987
Im Januar erneuter Konkurs. Der letzte Schmelzofen wird gelöscht. Versuche von verschiedenen Unternehmen, die Glasproduktion dauerhaft wieder aufzunehmen, bleiben ohne Erfolg.

1995
Endgültiges Aus. Ein Teil der Firmengebäude wird abgebrochen.

Öffnungszeiten des Gralglas-Museums: nur nach Vereinbarung

Seit 1995 gibt es nun schon das Gralglas-Museum in Dürnau. In diesen Jahren waren die aktiven Mitglieder des Fördervereines unermüdlich tätig, das Museum noch ansprechender zu gestalten, noch mehr Exponate wirkungsvoll zu präsentieren. Dies gelang unter anderem mit der Umgestaltung des Raumes, in dem auch das Videogerät steht. Durch die neue Anordnung der Vitrinen wurde mehr Platz geschaffen, um die Filme über das Glasmachen bequem ansehen zu können. Der ganze Raum wirkt nun großzügiger, die ausgestellten Gläser kommen bestens zur Geltung.

Zum Jahresende 2001 erfuhr man durch Zufall von einer Auktion in Stuttgart, bei der Gralglas-Produkte unter den Hammer kamen. Manches schöne Stück konnte ersteigert werden und bereichert nun die Sammlung der Unikate. Auch bei den in Serie hergestellten Glaswaren kommen ständig neue Objekte hinzu, so dass im Wechsel immer wieder neue Gläser ausgestellt werden können. Nach wie vor ist noch die Vielzahl von Modellen, Werkzeugen und anderen Geräten rund um den großen Glasschmelzhafen zu sehen. Alles ist anschaulich und informativ beschriftet.

Gralglas-Museum
Bahnhofstraße 5
73105 Dürnau
Fon (über das Rathaus Dürnau): 07164 91010-0

https://www.duernau.de/de/duernau/gralglas-museum/die-initiatoren

Der Förderverein wurde 2025 altersbedingt aufgelöst.

Ständige Ausstellung über die ehemalige Glashütte GRALGLAS in Dürnau

Bitte beachten: Die Ausstellungsstücke stehen nicht zum Verkauf!

  • Kristallgläser für den schön gedeckten Tisch – Trinkgläser und Kelche, Bowlen, Flaschen, Krüge, Dosen und Schalen.
  • Kristallgläser für das schöne Wohnen – Vasen, Leuchter, Künstler-Unikate und Skulpturen, Geschenkartikel.
  • Viele Abbildungen und informative Texte zur Glasherstellung und Firmengeschichte.
  • Originale Glasmacherwerkzeuge, Formen und Gerätschaften zur Glasherstellung.
  • Mehre Videofilme über GRALGLAS und das Glasmachen
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Kulinarik, man nehme…

Gutsküche © Copyright by Karl-Heinz Hänel
Gutsküche © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Man nehme trendgebende Gastköch*innen, erstklassige Produkte und …

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Auf dem SHGF 2025 / 2026: Speisen mit Lübecker Marzipan

Zu Gast bei Patrick Wulf im Friederikenhof © Copyright Karl-Heinz Hänel

Lecker geht immer, so war’s auch am 18. & 19. Oktober im Friederikenhof nahe Lübeck…

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Charity-Dinnerparty in der Gutsküche von Matthias Gfrörer

Gutsküche © Copyright by Karl-Heinz Hänel
Gutsküche © Copyright by Karl-Heinz Hänel

SHGF-Charity-Dinnerparty im Restaurant in Hamburgs Alstertal Gutsküche…

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Buch-Tipp: Bauten des Architekten Frank Lloyd Wright

Frank Lloyd Wright © Copyright http://flwright.org
Frank Lloyd Wright © Copyright http://flwright.org

Eine schillernde Figur: Frank Lloyd Wright

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Schlaf gut…

Der Blaue Reiter Karlsruhe Durlach © Copyright by PANORAMO#DSC07704
Der Blaue Reiter Karlsruhe Durlach © Copyright by PANORAMO#DSC07704

Linke Seite, rechte Seite, Rücken, Bauch…

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Wir sind ein Volk… (Der Mob, Zitat: Sigma Gabriel Ex SPD)

Lutz (links) und Ernie (Kalifornien) © Copyright Karl-Heinz Hänel

Zufallsbegegnung am Nord-Ostsee-Kanal, der meistbefahrenen Wasserstrasse der Welt.

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Neue Sterne von Michelin vergeben

Thomas Schanz Sternekoch im Schanz Piesport © Copyright by PANORAMO.de
Thomas Schanz ***Sternekoch im Schanz Piesport © Copyright Karl-Heinz Hänel
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im NOK – die Hanseatic

Hanseatic https://schiffspositionen.net/hanseatic-nature-position/

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Und wie geht es deutschen Winzern?

Bio-Abwehr in den Rebreihen auf dam Fränkischen Rotweinwanderweg © Copyright Karl-Heinz Hänel

Pestizide belasten Anlieger von französischen Weinbergen! Quelle und mehr

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Unter Druck – Das Gastgewerbe

Umsatzsteuer wird erstab dem 1. Januar 2025 auf 7% gesenkt, ist da dann was zu retten?

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Essay und Diskurs

Aufstieg der Populisten
Die Rechte ist da, aber sie hat keine Gesellschaftstheorie mitgebracht
Von Barbara Sichtermann und Simon Brückner

Weltweit sind Populisten und staatsfeindliche Libertäre in die Zentren der Macht gelangt oder auf dem besten Wege dorthin. Wie konnte das geschehen – trotz ihrer Faktenverdrehungen, groben Pauschalisierungen und offener Demokratiefeindlichkeit?
Eine anspruchsvolle Gesellschaftstheorie haben die Populisten anscheinend nicht mitgebracht. Offen ist, ob der Geist, der ihnen Antrieb verleiht, seine Theorie nur noch nicht gefunden hat – oder ob er sich Theorie grundsätzlich entzieht. Unter einer dieser Bedingungen muss die Rechte, beflügelt vom eigenen Erfolg, nun Politik machen. Vielleicht wäre es aber ein Fehler, hier vorschnell nur einen Mangel zu konstatieren. Ist dieser Geist nicht möglicherweise mehr als bloße Negation – mehr als jener Geist, der in Goethes Faust stets verneint?
Um der Spur des rechten Zeitgeistes nachzugehen, um zu begreifen, wie er heute wirkt, gilt es, unseren Blick zurück zu wenden – aber nicht zu den großen Kriegen und zum Totalitarismus, sondern in jene Phase, in der die westliche Rechte, zutiefst diskreditiert und zerlumpt, im Nachkriegsdeutschland im Verborgenen überwintern musste.
Gelingen konnte ihr dies vorwiegend im Bereich der Kunst, während die Linke ihren Marsch durch die Bildungs- und Kulturinstitutionen antrat und fortsetzte. Gerade Literaten und Dichtern wie Botho Strauß, Uwe Tellkamp oder Michel Houellebecq gelang es, etwas Neu-Rechtes zu formulieren und damit ästhetische Wirksamkeit zu erzielen. Sie beschworen und verrätselten etwas, das Gesellschaftstheoretiker mit guten Gründen sofort verworfen und bekämpft hätten, sobald es zu einer politischen Programmatik erhoben worden wäre.
Was heute im engeren Sinne als „Neue Rechte“ bezeichnet wird, ist eine mehr oder minder organisierte Gruppe von Intellektuellen, die es nicht hinnehmen wollte, dass die Linke das Feld der Theorie für sich allein beanspruchte. Der „Neuen Rechten“, einer Konkurrenzveranstaltung zur „Neuen Linken“, lässt sich ihre akademische Dürftigkeit und politische Gefährlichkeit relativ leicht nachweisen. Eine entscheidende Frage bleibt allerdings ungeklärt: Liegt diese Dürftigkeit darin begründet, dass im rechten Denken und Fühlen etwas unaufhebbar Antiintellektuelles, ja möglicherweise sogar Antigesellschaftliches steckt, aus dem weder überzeugende Politik noch Theorie zu gewinnen wäre? Oder sind der rechte Marx, der rechte Foucault und der rechte Adorno schlichtweg noch nicht geboren?
Der eigentliche Trick, um wirklich etwas über die Rechte zu erfahren, um sie vielleicht sogar besser zu verstehen, als sie sich selbst versteht, liegt darin, nicht nach ihren politischen Argumenten zu fragen – und sich dann zu freuen, wenn keine kommen – , sondern nach ihren Bildern eines gelingenden Lebens zu forschen. Hierfür bieten Dichter und Denker bessere Beispiele als Politiker.
Barbara Sichtermann, Jahrgang 1943, ist Journalistin und Schriftstellerin. Sie studierte Sozialwissenschaften und Volkswirtschaftslehre in Berlin. Seit 1978 arbeitet sie als freie Autorin. Ihre Themen: Leben mit Kindern, Frauenpolitik und -biografik, Medienkritik. Sie ist seit 30 Jahren Mitglied der Grimme-Preis-Kommission. 2015 erhielt sie den Theodor-Wolff-Preis für ihr Lebenswerk. Ihr letztes Buch (mit Ingo Rose) trägt den Titel: „Fahren Sie sofort los!“Alexandra Kollontai. Ein Frauenleben zwischen Auflehnung und Macht. Wien, 2024
Simon Brückner, Jahrgang 1978, studierte Kulturwissenschaft, Soziologie und Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Dokumentarfilme wurden international gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. Er verfasste Feature-Formate für den Hörfunk, arbeitete als Dramaturg und Dozent. Zuletzt erschienen der beobachtende Kinofilm Eine deutsche Partei (Berlinale 2022) über die AfD sowie das gemeinsam mit Barbara Sichtermann und Jens Johler herausgegebene Sachbuch Das verordnete Schweigen. Zensur von Fall zu Fall, Hamburg 2024.

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Thomas Schanz und ein dritter Michelin-Stern

Gourmetkoch Thomas Schanz aus Piesport hat sich den dritten Michelin-Stern erkocht.

Thomas Schanz Sternekoch im Schanz Piesport © Copyright by PANORAMO.de
Thomas Schanz Sternekoch im Schanz Piesport © Copyright by Karl-Heinz Hänel

Thomas Schanz Sternekoch vom Schanz in Piesport …wie ist die Lage?

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Schottenrock, Dudelsack & Scotch für Anfänger

Visit Scotland © Copyright Karl-Heinz Hänel
Visit Scotland © Copyright Karl-Heinz Hänel

… was darunter, dahinter und drinnen steckt.

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Buch-Tipp: Die Rache des Pangolin – wo unsere Reise hingeht

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Aktuell wie nie, das druckfrische Buch von Matthieas Glaubrecht

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